Starke historische Frauenfiguren finden sich in Comics ja doch eher selten. Und wenn, dann meistens in eher trockenen, mehrere hundert Seiten dicken Graphic Novels mit Bildungsanspruch ;-) Dass dies auch anders geht, zeigt einmal mehr der renommierte „Splitter Verlag“. Mit dem Auftaktband der dreiteiligen Comic-Reihe „Auf die Barrikaden“ wird dem Leser das Leben und Wirken der zwanzigjährigen, russischen Aristokratin Elisabeth Dmitrieff während der Pariser Kommune (Diktatur des Proletariats vom 18.3. – 28.5.1871) auf gerade mal 56 Seiten bildgewaltig nähergebracht. Continue reading "Auf die Barrikaden! #1: Die geheimnisvolle Gräfin – Frauen an die Front"

In diesem Jahr werde ich wieder zu einer Rollenspiel Convention im Ausland fahren, zur Grand Masquerade 2016. Da ich ein wenig Erfahrung mit Reisen gesammelt habe mag ich ein wenig dafür werben, Ratschläge hinsichtlich der Organisation geben, einen groben Preisrahmen vorstellen und den ein oder anderen Vorbehalt entkräften. In der Hoffnung auch andere zu motivieren […]

Und wieder mal hat sich ein äußert ambitioniertes Nachwuchsprojekt aufgetan, welches den hart umkämpften Markt der Weltkriegsspiele aufmischen will. Hinter dem Namen "World War II Tactics" verbirgt sich ein spannendes und durchdachtes Tabletop-Regelwerk für 28mm-Miniaturen, über welches ich mit dem Autor Sven Relling gesprochen habe. Continue reading "Indie-Karten/Brettspiele #9 - Interview mit Sven Relling (World War II Tactics)"

Der Eskapodcast hat einen Preis gewonnen! Und zwar einen Ehrenpreis im Rahmen der Verleihung des „Goldenen Stephans“, einer Preisaktion von Nerds gegen Stephan. Preise hin, Preise her – aber ausgerechnet den Preis „für absolute Bosshaftigkeit“ abzuräumen ist natürlich etwas ganz … Weiterlesen

Artikelbild Endboss Dark SoulsEin Prinzip, das ursprünglich dem Computerspiel entliehen wurde und mittlerweile in vielen anderen Medien immer wieder aufgegriffen wird: der Endboss. Auch im Rollenspiel markiert ein epischer Schlusskampf nicht selten das Ende der langen und kräftezehrenden Kampagne. Doch wie sollte so ein Endboss aussehen? Nun, eigentlich gibt es unzählbar viele Möglichkeiten. Zunächst einmal stellt sich die Frage,... Weiter »

Kung Fury der beste Marrial Arts Cop der Welt. Ein 30 minütiger Wikinger-Nazi-KungFu-Dinosaurier-Zeitreise B-Movue. Muss man einfach mal gesehen haben, alleine für die Dialoge „Klopf, Klopf“ „Wer ist da?“ „Meine Faust“ … und das ist noch harmlos.  

Autor: Vlaada Chvatil Hersteller: Heidelberger / CGE Alter: 10+ Spieldauer: 15 Minuten Anzahl Spieler: 2-8 EAN: 4-015566-033481 Preis: ca. 15 Euro von: Moritz Der heißeste Shit des Jahres und der Absahner beim „Spiel des Jahres 2016“. Ob meine Spieler und ich das auch so sehen… Boxtext: Nur die Geheimdienstchefs kennen die Identitäten ihrer Agenten. Aus […]

Der Hintergrund zu Dr. Hoos Fragen ist im ersten Teil erläutert. Gab es schon mal eine Situation am Spieltisch, wo du das Gefühl hattest, du und dein Mitspieler/in waren ganz allein und im Hintergrund fangen wie im Film schon die Geigen an? Jein. Ich bin mal aus einer Runde Vampire rausgeflogen, weil ich RL mit […]

Cover: Rosario+Vampire
Season II Band 02
Verlag: TokyoPop
Und weiter geht es mit den neuen Geschichten an der Yokai High. Im ersten Band de rzweiten Season wurde ein neuer Charakter mit Cocoa vorgestellt. Deren Ziel ist bis hierhin bekannt: Sie will ihre große Schwester zurück. (In gewisser Weise.) Im zweiten Band wird jetzt dieser spezielle Umstand Storytechnisch weiter durchleuchtet.
Den auftakt dazu bildet aber nicht eine spezielle Geschichte rund um Cocoa (das wird erst ab der zweiten Hälfte durchgezogen), sondern eine Geschichte, die die spezielle Beziehung zwischen Tsukune und Moka noch einmal aufgreift. (Wir erinnern uns: Tsukune ist Mokas wandeldes Trinkpäckchen auf zwei Beinen und wurde gelegentlich von ihr mit Blut versorgt, um ihn zu heilen. Die folgen daraus waren ein gewisser Wandel von Tsukune und die ständige Notwendikeit mit dme „Holy Lock“ eine Versiegelung dieser anderen Wesenheit zu tragen.) Und zwar verfolgt die Zeitungs AG der Yokai High einen Messerstecher in die tieferen Gewölbe der Schule und begegnet dort einem räuberischem Duo, das an jeglicher Gewallt seine helle Freude zu haben scheint.
Dies folgt dann den verstörenden Erfahrungen von Cocoa in den ersten Tagen der regulären Tradition der „Club“-Mitgliedschaft innerhalb der Yokai High. Hier passiert das übliche Chaos, wenn auch mit deutlich weniger toten als im letzten Jahr. Dafür erleidet Cocoa deutliche Minderwertigkeitskomplexe, da sie sowohl versucht ihrer großen Schwester zu imponieren, als auch mit der bereits eingespielten Clique, die sich rund um Tsukune in der Zeitungs AG gebildet hat, irgendwie mitzukommen. Das Ganze ist also in gewisser Weise ein Aufeinandertreffen der verschiedenen Generationen in Kombination mit den ständigen Missverständnissen, die daraus resultieren.

Dieser Wechsel des Fokus von dem üblichen Blickwinkel, wie wir die ganze Geschichte aus der ersten Season bis hierhin kannten tut der Geschichte durchaus gut, da sie ein paar Dinge nochmal in ein anderes Licht rückt, die wir bislang nur als das ständige Umwerben von einem Haufen verrückter Hühner um einen Jungen verstanden haben. Das ist so hier natürlich nicht gegeben, sondern es wird viel mehr im Schnelldurchlauf noch einmal die ganze Schiene der Problematik der Freundschaftswerbung noch einmal gefahren. Und wie sich durch kleine Gesten am Ende dann eventuell doch noch ungewöhnliche Klüngel dabei bilden können. (Oder was man letzten Endes tun muss, um einer anderen Person zu zeigen, dass man sie doch noch anders sieht, als sie es bis hierhin verstanden hat.) Das heißt aber nicht, dass hier in irgendeiner Weise die gesammte Geschichte plötzlich „ernst“ im westlichen Sinne wird. Es bleibt auf dem typischen Level japanisch-durchgeknallter Verrücktheiten, die man mögen muss, um eine solche Serie überhaupt lesen zu wollen.

Fazit

Ein schöner zwischenband, der noch einmal sehr viele Elemente aus vorangegangenen Bänden der ersten Season aufgreift und Variiert. Durch den Fokus auf einen anderen Charakter als das übliche Quintet bekommt die gesammte Geschichte dadurch auch nochmal einen eigenen „Drive“, der dafür sorgt, dass man nicht nur das Gefühl hat, dass hier alles wiedergekäut wird. (Auch wenn das in gewisser Weise natürlich meistens passiert.) Das Monster of the Week ist wie jedesmal am Ende besiegt und die Zeitungs AG arbeitet erneut an einer weitern Ausgabe. Also alles in allem bekannte Element, nur nicht so stark vereinheitlicht, wie es bislang der Fall zu sein schien. Man bekommt auf diesem Weg aber letzten Endes dann doch die bereits bekannte Unterhaltung, welche diese Serie ausgezeichnet hat.

Herausgeber: George R.R. Martin Verlag: Penhaligon Verlag Format: Klappbroschur Seitenzahl: 768 Erschienen: Juni 2016 ISBN: 978-3764531539 Preis: 14,99 Euro von: Würfelheld Willkommen im Wild Cards Universum, welches bereits in den späten 1980ern die erste Anthologie Veröffentlichung im englischsprachiger Form hatte. Bei den Wild Cards handelt es sich um ein Shares Superhelden Universum, welches federführend von […]