Vorbemerkung: Während es in unseren irdischen Gefilden draußen langsam kälter und ungemütlicher wird, bietet das letzte Heldenwerk-Heft des Jahres ein totales Kontrastprogramm. Schließlich führt es dieses Mal in den Tiefen Süden, genauer gesagt – wie der Titel im Prinzip schon verrät – in die Metropole Al´Anfa. Autor Alex Spohr wagt sich hier an ein heißes […]

Es wird kalt, es ist Weihnachtszeit, wir sind alle überhaupt nicht gestresst und haben daher viel Zeit, um im Kerzenschein mit selbstgebackenen Plätzchen und schwarzem Tee Bücher zu lesen! Widersprecht mir nicht, #isso! Zumindest habe ich den Eindruck, denn es gibt Vieles rund um Bücher zu lesen, und ich dachte, ich sammel einfach mal und […]

Das zweite Türchen des Kalenders hat sich geöffnet, doch statt ungesunder Süßigkeiten befinden sich darin Rüben. Leckere Rüben. Müssen nur noch geerntet werden. Was soll das heißen, gefrorene Böden im bornischen Hesinde? Stellt euch nicht so an! » Einen wahren … Weiterlesen

Und hier wieder ein paar random Links mit sporadischem DSA-Bezug aus dem Netz, mit denen wir euch bewerfen. Rezensionen Satinavs Ketten bei Nerd-Gedanken Late Nerd Show #150 von Orkenspalter TV zum DSA-LARP (auf Youtube) Let’s Plays Der Zug durch das … Weiterlesen

Cover: Takashis Sieg
Akira 08
Verlag: Carlsen Comics
Ich bekomme langsam den leisen Verdacht, dass George R.R. Martin sich eventuell bei der japanischen Kultur hat inspirieren lassen, was den großen Anteil an sterbenden Charakteren anbelangt. Also: Auch im achten Band geht es letzten Endes auf die gleiche Weise weiter, wie die Bände davor. Die Szenerie hat sich nur minimal gewandelt. Im Grunde ist weiterhin Akira das große Ziel der utnerschiedlichen Gruppen, die sich um Akira reißen. (Und von denen jeder irgendwann mal den Jungen an der Hand zu führen scheint.)
Das Problem ist jetzt nur: Es gibt den Colonell, der vermutlich wieder irgendwo einen großen Gefrierschrank aufstellen möchte, in den man Akira einfach einsperrt und vergisst. Dann gibt es Ryus Gruppe, die sich irgendwas von Akira versprechen, die aber selbst nicht so genau zu wissen scheinen, was das sein soll. Kaneda stolpert mit seinen Freunden einfach nur so durch die Gegend und ärgert sich darüber, das er im Kreuzfeuer steckt und will wenigstens Antworten haben. (Die er sich anscheinend von Akira oder irgendjemanden in dessen Umgebung erhofft.)
Dann gibt es noch die „Greisen“ mit ihren ungewöhnlichen Fähigkeiten, die scheinbar eine sehr direkte Verbindung zu Akiras vergangenheit haben und die jungen Kinder von Miyakos Gruppe, die irgendwie ein wenig mehr zu wissen scheinen, aber auch nicht so ganz sicher sind, welchen Part in dem ganzen Spiel sie spielen.
Und dann stolpert auch noch Nezu in dem ganzen Chaos rum und scheint am laufenden Meter seine Agenden zu wechseln, von denen man von Anfang an nicht so genau wusste, was diese jetzt ursprünglich einmal waren.
Technisch geht in diesem Band die Materialschlacht nur noch weiter, mit all ihren Explosionen und sonstigen Grausamkeiten. Die einzelnen Figuren rennen durch ein Labyrinth aus Nebenstraßen und stolpern gelegentlich immer wieder mal übereinander, wobei mal die einen und mal die anderen kurzfristig die Oberhand zu gewinnen scheinen. (Was allerdings wenn überhaupt nur verschwinden belanglose Siege sind.) Und in der Zwischenzeit bricht im Hagel von Projektilen und Explosionen scheinbar die komplette Stadt nach und nach in sich zusammen.
Wobei der zentrale Höhepunkt die absolute Katastrophe dabei ist, weil man für einen Moment feststellen muss, dass die Fähigkeit, die Akira auszeichnet, anscheinend die totale Zerstörung ist.

Und ja, das ist es letzten Endes: In den Panels wird viel gerannt, (anscheinend) Geschrien und es kommt zu einer Zerstörungsschlacht sondergleichen. Mehr nicht. (Aber auch nicht weniger.) Und letzten Endes bleibt die Person, auf die es dabei ankommt die ganze Zeit über eigentlich immer Stimmlos, bis kurz vor Schluß. Denn die große Katastrophe ist, das der Titelgebende Takashi zwar tatsächlich in einer der Zahlreichen, belanglosen Nebenhandlungen so etwas wie einen Sieg davonträgt, dieser aber bedeutungslos ist, weil er zum einen kurz darauf seinem Schicksal erleidet, man zum anderen Erkennt, das die greisen Kinder und Akira anscheinend noch enger miteinander verbunden sind, als man es bislang auch nur erahnen konnte.

Fazit

Wenn ich in meinen Walking Dead Rezensionen häufiger von einem „Zwischenband“ gesprochen habe, der dafür da gewesen zu sein scheint, ein wichtiges, nachfolgendes Kapitel einzuleiten, dann muss ich mich hier fragen, wie viele Bände noch dafür genutzt werden müssen, um den eigentlich zentralen Plot dieser Geschichte endlich einmal wieder vorwärts zu bewegen. Man bemerkt irgendwie die wirklich großen Macken, welche die Erzählkultur noch in den 80er Jahren anscheinend ausgemacht hatte. (Oder eben die Tatsache, das entsprechende Erzähltechniken gerade für Comics noch gar nicht vorhanden waren.) Jedenfalls ist dieser Band wieder nur eine fast schon stupide aneinanderreihung von bloßen Handlungsfragmenten, die allesamt zwar zum Hintergrund der Situation passen, aber die eigentlich Situation an sich nicht erklären. Ich für meinen Teil sitze hier gerade, nach der Lektüre des Bandes, und frage mich, ob ich mich verarscht fühlen soll. Fakt ist: Es passiert ständig irgend etwas. Fakt ist aber auch, dass diese ständige passieren gerade eben nicht dafür spricht, dass die Handlung auf irgendein geplantes Ziel hinauslaufen würde.So gesehen ist zwar eine Art Storybogen da, aber dieser besteht nur aus Handlungen. (Und diese sind allesamt hochgradig wiedersprüchlich im Sinne jeder gegen jeden.) Ich hoffe jetzt gerade wirklich inständig, dass in einem der nächsten Bände endlich mal eine Erklärung kommt. Ansonsten ist das ganze Worldbuilding, das scheinbar bis hierhin durch die simple darstellung von „Alltagssituationen“ passiert ist, einfach nur hochgradig fragwürdig. (Und im großen und ganzen mag ich eigentlich den Ansatz, der durch die ganzen Andeutungen passiert. Aber es ist mir immer noch nicht klar, ob diese Andeutungen auch tatsächlich das eigentliche, vermutete Ziel verfolgen.)

Vorbemerkung: Selten habe ich derart mit mir gerungen, ob die Anschaffung eines DSA-Produktes wohl sinnvoll ist oder eben nicht: Kann ich mir vorstellen, dass ein 96seitiges Buch über aventurische Namen mich anspricht? Ursprünglich war mein erster Reflex ein klares Nein. Aber wie üblich, je näher der Erscheinungstermin heranrückt, desto mehr wurde der innere Drang in […]

ein-tod-in-grangor-dsa-abenteuer-rezension-header
Opulente Kaufmannspaläste an prächtigen Kanälen und halb versunkene Spelunken an dreckigen Waaten. In kaum einer Stadt liegen Reichtum und Armut so nah beieinander wie in Grangor. Redakteur Torben ist den Kriminellen, Intriganten und Korrupten auf der Spur, die dieses Mal ein großes Opfer gefordert haben.

Rezension: Das Schiff der verlorenen Seelen (Aventuria) Vorbemerkung: Nachdem das Grundspiel bislang weitgehend positive Resonanz erfahren hat, steht nun mit „Das Schiff der verlorenen Seelen“ die zweite Erweiterung binnen kurzer Zeit bereit. Genau wie im Falle von „Wald ohne Wiederkehr“ handelt es sich um die Spielumsetzung eines DSA-Klassikers, womit die Helden nun auch in der […]

Cover: Sakakis Mission
Akira 07
Verlag: comicArt/CarlsenComics
Die Story bleibt weiterhin verwirrend: Akira mutiert in dieser Geschichte immer mehr zum Wanderpokal der „Capture the Flag“-Mäßig von einer Gruppierung zur Nächsten gelangt und einfach mitgezogen wird. (Und in der zwischenzeit versuchen andere Gruppierungen Akira entweder zum ersten mal zu erobern oder, weil sie ihn irgendwann im Verlauf der letzten sechs Bände schon einmal hatten) wiederzuerobern. Der Punkt bei der Sache ist, dass in der Zwischenzeit das Militär Putscht und dabei die Staatsgewalt an sich reißt, immer mehr „Sicherheitsmaßnamen“ mit tödlichen Folgen ergriffen werden... und so gut wie jedes Bündnis, dass bislang zu bestehen schien auseinanderbricht und am Ende einfach nur noch ein Haufen Einzelpersonen im gewaltigen Kampf jeder gegen Jeden duch die Gassen Neotokyos rennen. (Nicht zu vergessen, dass dabei mit viel List und Tücke im eifer des Gefechts auch mal das eine oder andere Militärfahrzeug übernommen wird und dabei anschließend im Stile Chaos und Zerstörung unglaublich viele Gebäude innerhalb der Stadt zu Bruch gehen.)
Die verwirrenden Element bleiben bestehen, einen überblick wer jetzt eigentlich was ist (und vor allen Dinge auf welcher Seite die jeweilige Person eigentlich steht) gibt es auch nicht: Nur das Akira irgendjemand unglaublich wichtiges ist, der dabei als Spielball zwischen den Gruppen in diesem „Katz und Maus“-Spiel hin und her geworfen wird, hat man jetzt entgültig verstanden denke ich.
Otomo läßt sich unglaublich viel Zeit damit, ein paar Details zu enthüllen und Fragen zu klären. Das kaschiert er – wie gewohnt – dafür mit einem haufen Actionsequenzen innerhalb der einzelnen Panels auf den Seiten dieses Bandes, die einfach nur für Handlung sorgen, auch wenn diese immer noch so aussieht, als hätte sie kein Ziel. Akira bleibt anscheinend eine einzige Materialschlacht aus verwirrenden Plotelementen, Explosionen und Fragezeichen, die über dem eigenen Kopf Tango tanzen.

Fazit

Ich frage mich im Moment wirklich, wie diese Manga-Reihe ihren Kultstatus erlangen konnte, den sie hat. Die Charaktere sind da, aber man hat die ganze Zeit über das Gefühl, dass sie einfach nur Reagieren. Ich fände mittlerweile wirklich ein bisschen mehr Charakterzeichnung eigentlich ganz gut. Irgendwas, dass etwas mehr ergeben würde. Ein paar Aufklärende Hinweise. (Oder wenigstens die Beantwortung der Frage, warum alle so unglaublich Panishc sind, was Akira angeht, der im Moment einfach nur passiv allen Hinterherläuft. So ist es einfach nur ein Maga, der beinahe alle schlechten Elemente in diesem Band vereint, die man gerne Hollywood-Action-Filmen in den späten 80ern und frühen 90ern Vorgeworfen hatte: Viel Blut und Explosionen. Story? Was ist eine Story? Naja, wir müssen abwarten. Eventuell bringt der nächste Band ja endlich ein paar Antworten.

Cover: Der Killer-Sattellit
Akira 06
Verlag: comicArt/CarlsenComics
Und weiter geht dieser komische Ritt, den die Geschichte rund um Akira ausmacht. Der sehcste Band der Reihe ist letzten Endes grob in zwei Abschnitte Einteilbar, was die Handlung angeht:
Teil Eins würde ich mit „Der Mutant der aus der Kälte kam“ grob umschreiben.
Nachdem Tetsuo im letzten Band die Kriokammer unter der alten Stadt geöffenet hat, beginnt das absolute Chaos erst so richtig auszubrechen. (in einem der vorherigen Bände stand, dass Akira unter Minusgraden gehalten würde, die im dreistelligen Bereich sich befänden.) Jedenfalls ist dabei ein Junge der großen Gefrierkammer entstiegen und das große Chaos bricht aus. Die Militärs versuchen sich selbst vor der Kälte zu retten und/oder das zu retten, was noch zu retten ist. Dadurch entsteht noch mehr Ärger und gewallt und gegen Ende weiß keiner mehr so genau, wer auf wessen Seite eigentlich steht. Wichtig ist dabei nur eine Sache festzuhalten: Bis hierhin hatte der Colonel, der ja scheinbar die meisten Stricke in der Hand hatte und Quasi das Mastermind hinter der ganzen Verschwörung war, eigentlich den Weg der halbwegs rationalen Erklärugn gesucht: Davon nimmt er jetzt absstand und scheint sich zu einer ungewöhnliche Verzweiflungstat hinreißen zu lassen: Es kommt zum Einsatz des Titelgebenden Killer-Satelliten „Sol“ der mehrere Schüße auf Tetsuo und Akira abgibt, dabei in einem bestimmten Umkreis um seinen Einschlag für „Chaos und Zerstörung“ sorgt... und eigentlich auch nichts bewirkt.

Der zweite Teil der Geschichte ist dann wieder etwas ruhiger, wenn auch auf einer hysterischen Ebene. Notstandsgesetze sind in Kraft getreten und die Öffenltichkeit ist weitestgehend lahmgelegt. Jetzt kommen einige bislang nur angedeutete Organisationen ins Spiel, die scheinbar nochmal eigene Ziele verfolgen. Und irgendwie beginnt das Ganze gebilde der Geschichte bis hierhin ein wenig unübersichltihc zu werden. (Einfach weil sich mit einem Mal Schichten offenbaren, die man bis dahin nicht gekannt hatte. Und die große Trophäe „Nr. 28“ ist immer noch „nur“ mit einem großen Fragezeichen verbunden, auch wenn man weiß, dass es Akira ist. (Aber immer noch nicht weiß, warum Akira so wichtig ist.)

Der Band ist insofern verwirrend, weil man einfach hier irgendwo den Faden als Leser endgültig verliert und dabei nicht mehr weiter weiß. Sicher: Die Tatsache, dass das Erwachen Akiras einer Katastrophe von GAU-Format gleichkommt, ist nichts neues. Das kennt man bereits. Allerdings stellt sich hier halt eben die große Frage, wie man diesen ganzen Bereich noch einmal „anders“ gelost bekommen könnte. Von daher kann man jetzt in diese Moment wohl davon ausgehen: Die Welt der Akira-Reihe ist Dreckig, ihre Moral ist verwerflich und jetzt ist auch noch das größte Schreckgespenst aller Zeiten aufgetaucht und tritt wohl demnächst alles in Richtung Apokalypse. (Denn drunter geht nicht.)

Fazit

Ich würde mir eigentlich im Moment ein paar straigtere Elemente wünschen, die die Geschichte etwas entmystifizieren würden. Man bemerkt zwar, dass Katsuhiro Otomo mit dem Manga irgendwohin möchte, immerhin werden an dieser Stelle neue, bis dahin unbekannte Gruppen als Machtfaktor zusätzlich eingeführt, aber es bleibt alles auf der Ebene der nebulösen Andeutung behaftet. Der Grundlegende Spannungsbogen war bis hierhin eindeutig eine permanente Steigerung von Aktion. Allerdings kann die ganze Geschichte nicht auf diesem Niveau bleiben oder einiges wird auf die eine oder andere Weise für den Leser endgütltig unzugänglich werden. (Und wir wollen ja nicht, dass die werte Leserschaft frustriert die komplette Reihe abbricht, oder?) Wie gesagt: Mit diesem Band ist dieser Punkt erreicht, an dem Man als Leser wirklich endlich mal ein paar Antworten braucht, die man bis jetzt nicht geliefert bekommen hatte.