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Artikel Tagged ‘Tischrollenspiel’

Nerd-Gedanken: 10 unverzichtbare Minne-Tipps für verzweifelte Ritter

27. Mai 2015

Im Wonnemonat Mai dreht sich beim Karneval der Rollenspielblogs alles um die Liebe – genauer gesagt das Thema Beziehungskiste, ausgerichtet von der fabulösen Zeitzeugin. Sie hat uns dabei freigestellt, welcher Art die Beziehungen sein sollen, über…

Nerd-Gedanken: Rezension: Westeros – Die Welt von Eis und Feuer (Hörbuch)

19. Mai 2015

Zur Zeit von König Tommen, dem ersten seines Namens, verfasst Maester Jandel ein umfassendes Geschichtswerk über Westeros, um die Arbeiten vergangener Maester zu ergänzen, zu erweitern und nicht ganz unkritisch zu betrachten. Dabei beginnt Jandel bereits in der grauen Vorzeit mit seiner Betrachtung, zu einer Zeit, die noch mehr mit Sagen und Legenden zu tun hat denn mit wirklich verbrieften Fakten. Vom Zeitalter der Dämmerung an über die Ankunft der Ersten Menschen, den Aufstieg Valyrias bis hin zum Fall desselben, dann folgt die Erzählung der langen Reihe an Targaryen-Königen bis zu Roberts Rebellion. Bis zur Herrschaft von König Tommen widmet sich die Erzählung des Maesters der allgemeinen Geschichte der sieben Königslande, dann wechselt er zur Betrachtung der einzelnen Reiche wie beispielsweise dem grünen Tal, dem Norden oder Dorne. Bei jeder Erklärung von Land und Leuten fügt der Maester noch einige Worte über das jeweils herrschende Haus und dessen Geschichte, die Bannerhäuser, die jeweilige Hauptstadt und bekannte Vertreter des Hauses hinzu, damit sich ein guter Überblick über die bestimmenden Politiker seiner Gegenwart bietet. Abgerundet wird diese Betrachtung durch eine Beschreibung der Länder jenseits des Meeres – von den freien Städten wie Braavos, Volantis und Qohor über die lebensfrohen Sommerinseln bis hin zu geheimnisvollen Reichen Yi Ti oder Asshai… Wer sich mit dem schon zehn Bände umfassenden Epos »Das Lied von Eis und Feuer« befasst hat, trifft beim Lesen immer wieder auf Sagen, Lieder und Details aus der Hintergrundwelt, die einen Eindruck von der allem zugrunde liegenden Geschichte und den reichhaltigen Kulturen vermitteln, welche den bekannten Helden begegnen.Oftmals bleibt beim Lesen der Haupthandlung der Wunsch zurück, mehr über die in der Vergangenheit geschehenen Ereignisse zu erfahren, um die Gegenwart besser zu verstehen. Dieser Wunsch wird nun endlich erfüllt, und in einer Weise, die einerseits viele Hintergrundinformationen transportiert, andererseits aber auch durch den angenehmen Sprecher zu einem Hörgenuss macht, der leicht einige Stunden verstreichen lässt.Der Schauspieler Reinhard Kuhnert leiht Maester Jandel seine Stimme – ansonsten dürfte man ihn als Stimmdouble für Kevin Spacey, Pierce Brosnan oder James Woods kennen. Trotz der unglaublichen Menge an zu sprechendem Text sind Intonation und Aussprache sauber, sodass bei größerer Menge von Namen und Ereignissen innerhalb kürzester Zeit keine Langeweile aufkommt. Vielmehr gelingt es Kuhnert, auch die gelehrtenhafte Art von Maester Jandel gut zu verkörpern, der verschiedene Quellen gegeneinander abwägen muss, um zu einer umfassenden Betrachtung der Ereignisse zu gelangen. Bei besonders grausamen Begebenheiten – wer George R. R. Martin kennt, weiss, dass dererlei in seiner Welt reichlich vorhanden ist – deutet sich dies ebenfalls durch Klang und Sprachintensität an und verleiht der Erzählung eine gewisse Tiefe. So kann man sich bei  insgesamt über 20 Stunden spannender Fakten zu Westeros zwar sehr an Kuhnerts Stimme gewöhnen, doch nutzt sich der Klang nie ab und bleibt bis zum Ende angenehm und immer wieder interessant. Das Hörbuch bietet eine Fülle von Informationen, die sowohl Rollenspielrunden, die das Pen&Paper-System bespielen, wie auch Fans sehr viel Futter bieten können. Neben den reichhaltigen Beschreibungen zu den sieben Königslanden hat mir besonders die schiere Menge an Details und kleinen Geschichten innerhalb der Geschichte sehr gut gefallen, da man diese Anekdoten sehr gut ins Rollenspiel mit einfließen lassen kann, wenn man als Spielleiter die Welt für die Mitspieler vielseitiger gestalten möchte. Auch der Einblick in die fernen Reiche, über die man in den Büchern so gut wie nichts oder nur sehr indirekt etwas erfährt, war ein Teil des Hörbuchs, den ich kaum erwarten konnte. Die gewählte Erzählform eines wissenschaftlichen Diskurses, bei dem der Erzähler die vorhandenen Quellen und auch deren Herkunft kritisch vergleicht, lässt die Wissenssammlung, die Maester Jandel dem Zuhörer unterbreitet, nur noch glaubhafter und umfassender wirken, sodass eine gewisse Immersion beim Zuhören schnell aufkommt. Das beiliegende Booklet umfasst neben einem kurzen Überblick über den Inhalt auch einige stimmungsvolle Grafiken, die vermutlich in der Buchversion von »Westeros – Die Welt von Eis und Feuer« ebenso zu finden sein dürften. Die pure Menge an Informationen hat mich jedoch teilweise wirklich verzweifeln lassen -entgegen einer fortlaufenden Erzählung, der man als Hörer normalerweise sehr gut folgen kann, erweist sich die geballte Ladung an Fakten, Personen und Historie als nicht so leicht zu konsumieren und mich nach einer gewissen Zeit dazu gezwungen, mir das Hörbuch nur noch häppchenweise zu Gemüte zu führen. Spätestens nach zwei größeren Abschnitten hat mir der Kopf von all den Namen geschwirrt, die erst einmal miteinander in Verbindung gebracht werden wollten. So würde ich Leuten, die sich dieses Hörbuch auf eine längere Autofahrt mitnehmen wollen, eher davon abraten, weil man spätestens am Ende der ersten von drei CDs in den vielen Infos untergeht. Für die gezielte Suche nach mehr Hintergrund oder stückweises Hören ist dieses Hörbuch jedoch ein echter Genuss, was durch den formidablen Sprecher wie auch die vermittelten Informationen gleichermaßen bestimmt ist. Fazit: Neun von zehn möglichen Punkten – für Fans ein Must-Have, für GoT-Rollenspieler eine tolle Hilfe. Nur die schiere Fülle an Infos ist beim pausenlosen Hören sehr anstrengend.Hörbuch-Informationen:Spieldauer: 20 Stunden und 32 MinutenFormat: MP3 CD (3 CDs)Sprache: DeutschTitel: Westeros – Die Welt von Eis und Feuer – Game of Thrones Originaltitel: A World of Ice and Fire. The Untold History of Westeros and a Game of ThronesSprecher: Reinhard Kuhnert Verlags-/Hörbuchdaten: Random House Audio; ungekürzte Lesung (16. März 2015), ISBN-13: 978-3837131000, 15,99€Danke an das Bloggerportal von Random House für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars :)

Teilzeithelden » Pen&Paper: Rezension: Pathfinder Unchained — Pathfinder sprengt alte Ketten

19. Mai 2015

Pathfinder war von Anfang an abwärts kompatibel zu Dungeons & Dragons 3.5. Mit dem gerade erschienen Regelwerk Pathfinder Unchained“ sollen nun einige dieser alten Ketten gesprengt und so neue Möglichkeiten eröffnet werden. Wie gut das mit etwa zwei Dutzend optionalen Regeln gelungen ist, lest ihr hier.

Teilzeithelden » Pen&Paper: Indie-Spotlight: Fantasy-Rollenspiele

13. Mai 2015

DSA, D&D, Pathfinder und sonst? Fantasy-Rollenspiele können auch anders aussehen: Schlanke Regeln statt dicker Wälzer, ungewohnte Welten statt vertrauter Fürstentümer, neue Ansätze statt immer derselben Verliese. Dirk sammelt Regelwerke abseits der bekannten großen Namen und stellt vier lohnenswerte davon vor.

Teilzeithelden » Pen&Paper: Erschaffung fernöstlicher Welten – Ein Buch mit sieben Siegeln

13. April 2015

2015, die Bagger stehen bereit, das Haus ist leergeräumt und der Abriss kann beginnen. Alle warten, bis der Priester aus dem Haus kommt und verkündet, die Gottheit des Brunnens sei besänftigt und die Arbeiten können nun beginnen. Unerwartet? Nicht in Japan. Eine Serie über die kleinen Unterschiede zwischen Ost und West.

Nerd-Gedanken: Wie man fast einen Krieg beginnt

10. April 2015

Es geschah einmal in Westeros – da gab es eine junge Lady namens Lyana aus dem Hause Lorath, welche sich einen Plan ausdachte, um der Banditenplage in der Umgebung ihrer heimatlichen Ländereien Herr zu werden. Denn dieses Diebes- und Mordgesindel wütete gar schrecklich unter den heimischen Bauern und brachte viel Leid über das einfache Volk. Doch die edlen Lords in der Nachbarschaft mochten sich nicht so recht entscheiden, sich gegen die Banditen zu verbünden und so liefen alle Einzelaktionen ins Leere. Lady Lyana gab schließlich angesichts einer großen Hochzeitsfeierlichkeit des wichtigsten Lords in der Umgebung vor, sie sei entführt worden und versteckte sich als einfache Magd getarnt im einfachen Volk der kleinen Stadt Tumbleton, wo sie Hinweise auf das schreckliche Treiben der Banditen zu finden hoffte. Die strahlenden Ritter der Weite, von Lyanas vorgeblich besorgter (aber in den Plan eingeweihter) Cousine Lady Alexandra Mallory auf die Suche nach der Verschwundenen geschickt, waren eifrig dabei, jeden Stein umzudrehen und gelangten auch nach Tumbleton. Vollkommen vergessend, dass jene Stadt zum Einflussbereich Lord Caves’ gehört, der ebenfalls auf dem Fest zugegen war, gebärdeten sich die Ritter auf der Suche nach der Lady reichlich wild und hinterließen eine Menge verprügelter Stadtbewohner und in Trümmer gelegte Möbel und Türen. Sehr zum Missvergnügen von Lord Cave, welcher am kommenden Tag ein vielstimmiges Lamento seiner Untertanen über sich ergehen lassen musste und fortan mit ausgesprochen schlechter Stimmung gesehen wurde und die Hochzeitsfeier schließlich wütend verließ, um sich in seine Stadt zurückzuziehen, mitsamt seiner Truppen, da die anderen Lords und Sers nicht für die Schäden geradestehen wollten, die sie verursacht hatten.Auch mehr Wein konnte Lord Caves Laune nicht heben.So begab sich indes in Tumbleton, dass Lady Lyana und ihre getreue sowie tödliche Zofe Marla tatsächlich einen Hinweis auf die Banditen entdeckten, welche sich offensichtlich mit Gaunerzinken auf Möbelstücken und Türen Hinweise auf hilfreiche Bevölkerungsteile hinterlassen hatten. So schickte Lyana ihren Gefolgsmann Ser Taggery, welcher sich ebenfalls in Tumbleton eingeschlichen hatte, um Informationen zu sammeln, zur Hochzeitsfeier aus, um Lady Alexandras Jagdmeister Jevan von dem Fund in Kenntnis zu setzen, auf dass dieser es der Lady selbst verraten sollte.Ser Taggery indes schien nach dem kurzen Fußmarsch von Tumbleton, in welchem sich die Wachmannschaft auf weiteren unliebsamen Besuch vorbereitet hatte, zum Ort der Hochzeitsfeier seinen Auftrag vergessen haben und schrie bereits bei seinem Eintreffen auf dem Festplatz lautstark nach Ser Kungur, dem Waffenmeister und berühmtesten Ritter des Hauses Lorath. Solcherlei weckte natürlich die Aufmerksamkeit der reichlich angetrunkenen Menge, und als er auch noch verkündete, er habe Neuigkeiten von Lady Lyana, war ihm die Neugierde der ruhmesdurstigen Ritterriege gewiss.Bei Ser Kungurs Eintreffen war es kaum möglich, noch unbeobachtet auch nur ein Wort zu wechseln, und so verkündete Ser Taggery auch vor einer veritablen Menge seine Botschaft: “Lord Cave rüstet zum Krieg!” Egal welches Wort der Mäßigung durch den Bräutigam, Ser Kungur oder Lady Alexandra gesprochen wurde, es konnte die Rittermeute nicht davon abhalten, als wild marodierender Haufen zu Pferde und dann gen Tumbleton zu stürzen, um Lord Cave, den sie sowohl sogleich der Kriegslüsternheit wie auch der Entführung der Lady Lyana bezichtigten, anzugreifen. Nur dank eines eilends zu Lord Cave gesandten Raben konnte sich dieser samt seiner Gardisten auf die anstürmenden Reiter vorbereiten und ließ jene mittels gut gezielter Pfeile Lehrgeld bezahlen, sodass die Ritter reichlich gespickt auf das Fest zurückkehrten, um dann endlich doch friedlich zu feiern. Ser Taggerys Erklärung für die Nennung von Lyanas Namen war übrigens, er habe nur eilig zu Kungur gelangen wollen und habe das für die beste Möglichkeit gehalten …So ging es Lady Alexandra nach der Szene …OOC: Wieder eine Begebenheit aus unserer Game of Thrones-Rollenspielrunde, die mir den derbsten “WTF?!”-Moment seit Jahren beschert hat. Zwischen Lyanas Auftrag ‘geht zu Jevan und zeigt ihm das Stuhlbein mit den Gaunerzinken darauf’ und der tatsächlichen Ausführung in Form von ‘ich muss mit Ser Kungur sprechen, es geht um Lady Lyana’, gefolgt von ‘Lord Cave rüstet zum Krieg’ lagen etwa fünf Minuten Realzeit – und es sorgte kollektiv bei allen Spielern ausser natürlich dem Spieler von Taggery für perplexe Blicke und Ungläubigkeit. Ich war dermaßen überrascht, dass es mir nichtmal eingefallen ist, meinen Schicksalspunkt einzusetzen, um das Schlimmste zu verhindern – aber glücklicherweise war ich da nicht die einzige. Dass der Plan von Lyana damit relativ in die Hose gegangen ist, muss ich wohl nicht dazu sagen – zudem erlaubt Lord Cave nun einer ganzen Menge seiner Nachbarn nicht mehr, seine Ländereien zu betreten. Vermutlich hat unser Spielleiter bei dieser kleinen Szenerie mit am meisten gelacht – und ausdenken muss er sich für uns ohnehin nichts mehr, die Katastrophen schaffen wir uns auch ganz von alleine! :D

Teilzeithelden » Pen&Paper: Indie-Spotlight: 8 Rollenspiel-Perlen, die man kennen sollte

6. April 2015

Independent-Rollenspiele erobern seit zehn Jahren die Regale vieler Spielrunden. Dabei machen sie einiges anders als die „großen“ Systeme DSA, D&D und Shadowrun und heimsen viel Lob und Preise ein. Indie-Sammler Dirk stellt acht Glanzstücke vor, die man auf jeden Fall kennen sollte.

Nerd-Gedanken: Wie man vom Frauen- zum Männerschwarm wird

1. April 2015

Es geschah einmal in Westeros – da gab es einen Ritter, dessen einzig Sinn und Streben es war, irgendwann vom einfachen Ritter zum echten landbesitzenden Adeligen aufzusteigen. Glücklicherweise war dieser junge Ritter namens Ser Kungur ein hervorragender Kämpfer und es gelang ihm, bei einer Reihe von Kämpfen und einem Turnier reichlich Eindruck zu schinden. Fortan ward Ser Kungur ausgesprochen berühmt und war beim Weibsvolk allüberall ungemein beliebt. Wohin auch immer er kam, hängten sich willige Maiden an seinen Arm und wünschten, von seiner Aufmerksamkeit umgeben zu sein.Auch die einfache Kammer des stattlichen Kämpfers im Anwesen des Hauses Lorath, welchem er voller Eifer diente, wurde von derlei Begeisterung nicht verschont; selbst nach mehreren Tagen, welche er im Sattel verbringen musste, um die hochwohlgeborene Tochter seines Lords zu suchen, wollten noch Mägde vom schmutzigen, verschwitzten und vor allem müden Ser Kungur besprungen werden. So begann ihn sein Ruhm zu dauern, und er suchte insgeheim nach einem Ausweg für sein Dilemma – wohl hatte er Appetit auf die holde Weiblichkeit, doch aber nicht zuviel davon!Aber da wusste die findige Marla, ihres Zeichens tödliche Zofe der lieblichen Lady Lyana, Rat und wandte sich mit einer gar schröcklichen Geschichte an die Dienerschaft – dass der Ser weitaus mehr Gefallen am Lanzenstechen habe denn daran, sein Schwert irgendwo zu versenken! Und so galt ihm fortan nicht mehr nur die Enttäuschung der versammelten Weiblichkeit, sondern auch die ungeteilte Aufmerksamkeit junger Männer, auf dass er vom Ruhme seines Turniertreibens noch lange zehren kann…OOC: Das ist eine Begebenheit aus unserer Game of Thrones-Tischrunde. Da Ser Kungur den Vorteil ‘famous’ durch seinen fast-Turniersieg im Spiel erlangt hat und der Meister in solchen Dingen ein rechter Schelm ist, bekam der Ser die Schattenseiten seines neuen Vorteils recht bald zu spüren. Der Gipfel waren die zwei splitternackten Mägde, die dem Ser nachts vor seiner Kammer auflauerten und weitaus williger waren als er :DOb dieses Gerücht, dass Kungur eher dem männlichen als dem weiblichen Geschlecht zugewandt sein soll, ihm wirklich helfen kann, wage ich zu bezweifeln, denn inzwischen liebäugeln nun die Stallknechte anstelle der Mägde mit ihm. Man muss in dieser Runde echt vorsichtig mit dem sein, was man sich so wünscht … aber das macht es dann auch spannend. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, denn ich bin mir sicher, der arme Ser Kungur wird noch einige Überraschungen ob seiner Berühmtheit erleben!

Nerd-Gedanken: Ein Blick nach Westeros: GoT-Tischrollenspiel

20. März 2015

“… und übrigens suchen wir für die Runde noch Spieler.” Das sind so Sätze, die für einen Rollenspieler immer eine innere Neon-Blinkbeleuchtung angehen lassen. Vor allem, wenn es sich um eine Runde handelt, die in einem meiner Lieblings-Settings spielt. Klar, wenn man wie ich in einer relativ PnP-freien Gegend lebt (weil: am Arsch der Welt, Durchschnittsalter der Bevölkerung irgendwo 40+ gefühlt und leider dermaßen in der Provinz, dass RP eher unbekannt sein dürfte), dann blinken solche Sätze umso mehr vor dem inneren Auge hin und her.Also habe ich mir einen Sonntag nachmittag gegönnt, in der ich in diese wirklich spaßige Game-of-Thrones-Tischrunde online im Teamspeak belauscht habe – natürlich auf Einladung, ist ja klar. Das Setting ist spannend – ein kleines Adelshaus in der Reach (der Weite, beherrscht von den Tyrells), welches versucht, Einfluss und Macht zu gewinnen. Die Spielercharaktere bieten bislang viel Raum für abwechslungsreiche Action – die verwöhnte Tochter des Hauses, die mit einer vergoldeten Kutsche reist, der Rockstar-Lanzenreiter-Ser, der gerne in ein Adelshaus einheiraten würde, um seinen Stand zu verbessern, der nicht ganz so gut beleumdete Heckenritter, der sich erst wieder Ruf verdienen muss, und die schurkisch angehauchte Zofe der Lady, die trotz ihrer vierzehn Jahre mehr Ahnung von der Welt hat als ihre Ladyschaft. Nach einem sehr spaßigen Sonntagnachmittag beim Zuhören habe ich dann der Versuchung nachgegeben und einen Charakter erstellt, der auf einem NPC dieser Runde basiert – Lady Alexandra Mallory, die einzige Tochter des Hauses Mallory, welche von ihrem Vater natürlich als Mittel genutzt wird, dem Haus über Heirat neue Kampfkraft zu gewinnen. Mal schauen, wie es mir gelingen wird, dieser jungen Dame aus gutem Haus Leben einzuhauchen, ich freue mich jedenfalls schon sehr darauf, da mitzumischen.Sie ist mit sechzehn natürlich noch recht unerfahren in den Dingen der Welt, eher behütet aufgewachsen, wenngleich sie als einziges Kind der Familie die Freiheit genossen hat, neben einer umfassenden Ausbildung in der Verwaltung von Ländereien und höfischen Gepflogenheiten auch den Umgang mit dem Langschwert erlernen zu dürfen – der werte Papa konnte den blauen Augen seiner Tochter diese Bitte wohl einfach nicht abschlagen. Zudem ist sie eine Zierde des Reach – die attraktive junge Dame dürfte nicht allzu schwer auf dem wechselvollen Heiratsmarkt zu vermitteln sein. Dumm nur, dass der Gewinner des Turniers, bei dem der Hauptgewinn ihre Hand zur Ehe gewesen wäre, an akutem ‘Dolch im Kopf’ verschieden ist und nun von der Heldengruppe ermittelt werden muss, was genau geschah, damit sie überhaupt wieder an eine Ehe denken darf … wer will schon eine Heirat mit einem schlechten Omen beginnen? Andererseits lockt bei ihr als Braut natürlich auch das Erbe eines Hauses, das derzeit eine recht schwere Zeit durchmacht, aber grundsätzlich gute Anlagen und vielfältige Möglichkeiten hat.Würden euch Einblicke in die Spielrunde interessieren? Oder vielleicht Anekdoten? Ich muss denke, bei der wechselvollen Welt von Westeros scheinen mir spannende Begebenheiten durchaus möglich – und immerhin muss die werte Alexandra versuchen, ihrem Haus neue Ehre zu bringen – und eine prosperierende Zukunft …

Teilzeithelden » Pen&Paper: Wenn’s mal wieder länger dauert – Tipps zum schnelleren Würfeln

13. März 2015

Seit Anbeginn unseres Hobbys gehören die Würfel zu Rollenspielrunden einfach dazu. Aber manchmal dauert der eigentliche Vorgang des Würfelns so lange, dass er das Spiel verlangsamt. Wie es mit ein paar Tricks schneller geht, lest ihr in unserem heutigen Artikel.

Teilzeithelden » Pen&Paper: Zehn Tipps, ein besserer Rollenspieler zu werden

28. Februar 2015

Was gibt man einem Rollenspiel-Anfänger für gute Tipps mit auf den Weg? Wie sollte sich ein guter Rollenspieler verhalten? Wie kann ein Rollenspielabend noch mehr Spaß machen? Unser Spielleiter aus Leidenschaft Dirk schreibt eine ganz persönliche Antwort auf eine Frage, die ihn schon länger beschäftigt hat.

Teilzeithelden » Pen&Paper: „Die eigentliche Übersetzung ist schon lange fertig“ — Ein Interview zum Packs!-Kickstarter

21. Februar 2015

Extrablatt: Ratten aus Deutschland bereiten sich auf die internationale Eroberung vor! Anders formuliert, das Pocket-RPG Ratten! erhält eine englische Übersetzung und heißt jetzt Packs! Christian Loewenthal spricht im Interview über den Kickstarter, die Details der Übersetzung und warum es doch Savage Worlds geworden ist.

Nerd-Gedanken: 10 überraschende Räumlichkeiten

18. Februar 2015

In der dritten Woche des Februar-"Karnevals der Rollenspielblogs" möchte ich eine weitere Liste an Möglichkeiten beisteuern, die sich mit dem Problem beschäftigt, das man gerade bei größeren Innenarealen gerne mal hat: Wer seine Heldengruppe als Spielleiter durch ein riesiges Schloss, einen Magierturm oder sonstige größere Gebäude scheucht und sich die Spieler als erkundungsfreudig erweisen,

Teilzeithelden » Pen&Paper: Umfrage 2014 – Sind Rollenspieler traditionsbewusste Männer im besten Alter?

14. Februar 2015

Über einhundert Gewinne sind verschickt, zeitweise glich das Büro mehr einem Warenlager als sonst etwas. 537 Teilnehmer sprechen eine deutliche Sprache, hier sind die Ergebnisse der Weihnachtsumfrage 2014. Zu viele Männer, zu alt, zu traditionsbewusst, zu wenig neugierig – sind wir das wirklich?

Nerd-Gedanken: 10 erschreckende urbane Begegnungen

10. Februar 2015

Das Thema des Karnevals der Rollenspielblogs im Februar 2015 lautet 10 Dinge – organisiert wird das Ganze von Greifenklaue, der schon eine ganze Menge interessanter 10er-Listen einsammeln durfte. Hier kommt mein zweiter Beitrag für den Karneval nac…

Teilzeithelden » Pen&Paper: Würfeln ist mir nicht genug!

7. Februar 2015

Wo treffe ich mit einem Angriff? Würfel! Habe ich genug Mut in dieser Situation? Würfel! Kann ich etwas tun? Würfel! Was weiß ich eigentlich darüber? Würfel! Dirk erzählt, warum für ihn solche Rollenspiele ein Graus sind und berichtet über seine schlimmste Rollenspielrunde aller Zeiten.

Teilzeithelden » Pen&Paper: Zehn Dinge, die in keiner Pathfinder-Runde fehlen sollten

6. Februar 2015

Jedem Pathfinder-Spieler ist natürlich klar, dass man sein herrliches Herrenhaus nicht ohne heiliges Schwert, Robe der Erzmagier und celestische Rüstung verlässt. Aber es gibt auch viele nicht minder nützliche Gegenstände für kleinere Geldkatzen. Holger hat zehn Stück für euch zusammengestellt.

Nerd-Gedanken: 10 Dinge, die jeder Held dabei haben sollte

1. Februar 2015

Das Thema des "Karneval der Rollenspielblogs" im Februar lautet "10 Dinge" und wird dieses Mal von Greifenklaue ausgerichtet – und da ich spontan ein ganzes Kilo solcher 10-Dinge-Listen im Kopf hatte, als ich den Teaser-Artikel gelesen habe, fange ich gleich heute mal damit an.

Mein Artikel bietet 10 Dinge, die jeder Held dabei haben sollte – gerade wenn man viel unterwegs ist, gibt es eine

Nerd-Gedanken: Helden selbstgemacht – Custom Charakter-Miniaturen von HeroForge

28. Januar 2015

Wer gerne actionreiche Pen&Paper-Runden genießt, steht irgendwann vor dem Problem, dass der Spielleiter sich nicht mehr rein mit der Phantasie behelfen kann, um komplexere Kämpfe darzustellen. 

Die meisten Gruppen basteln sich dann Kampf-Maps mit Hexfeldern oder ähnlichen Einteilungen, auf denen sie Tabletop-Miniaturen, welche ihre Helden und deren Gegner symbolisieren, umher schieben. 

So

Teilzeithelden » Pen&Paper: Nachtrag: The Need for Speed – Stufenanstiege in D&D5

17. Januar 2015
Players Handbook

D&D5 – dazu lässt sich noch mehr schreiben. Oliver hat die Regeln für Stufenanstiege und die Empfehlungen an den SL gegeneinander gehalten, und sich Gedanken darüber gemacht, wie sich das auf’s Spiel auswirkt. Dabei hat ihn vor allem das rasante Tempo erstaunt, mit dem die Charaktere nun neue Stufen erreichen.