Kor Vademecum DSA Rezension Header
„Schwarz und Rot – bald bist du tot!“, heißt eine Zauberformel bei DSA. Genauer betrachtet könnte dies auch der Leitspruch des Halbgottes Kor sein – des schwarzen Panthers, der mit blutgetränkten Krallen über die Schlachtfelder schreitet. Unser Autor Torben hat sich daher das neuerschienene Brevier des kämpfenden Geweihten mal etwas genauer angeschaut.

I am ZombieEs ist so viel Zeit vergangen, seit dem letzten Mal. Ach, dabei war es doch so schön. Ich hatte natürlich verdammt gute Gründe. Schließlich ist gerade Sommer und es gibt Schwimmbäder… Aber nach einem verdächtigen Päckchen der Redaktion und kleinen Briefumschlägen mit Würfeln die mich daran erinnerten, dass ich dem großen NPC die Treue geschworen... Weiter »

Cover: Rosario+Vampire
Season II Band 02
Verlag: TokyoPop
Und weiter geht es mit den neuen Geschichten an der Yokai High. Im ersten Band de rzweiten Season wurde ein neuer Charakter mit Cocoa vorgestellt. Deren Ziel ist bis hierhin bekannt: Sie will ihre große Schwester zurück. (In gewisser Weise.) Im zweiten Band wird jetzt dieser spezielle Umstand Storytechnisch weiter durchleuchtet.
Den auftakt dazu bildet aber nicht eine spezielle Geschichte rund um Cocoa (das wird erst ab der zweiten Hälfte durchgezogen), sondern eine Geschichte, die die spezielle Beziehung zwischen Tsukune und Moka noch einmal aufgreift. (Wir erinnern uns: Tsukune ist Mokas wandeldes Trinkpäckchen auf zwei Beinen und wurde gelegentlich von ihr mit Blut versorgt, um ihn zu heilen. Die folgen daraus waren ein gewisser Wandel von Tsukune und die ständige Notwendikeit mit dme „Holy Lock“ eine Versiegelung dieser anderen Wesenheit zu tragen.) Und zwar verfolgt die Zeitungs AG der Yokai High einen Messerstecher in die tieferen Gewölbe der Schule und begegnet dort einem räuberischem Duo, das an jeglicher Gewallt seine helle Freude zu haben scheint.
Dies folgt dann den verstörenden Erfahrungen von Cocoa in den ersten Tagen der regulären Tradition der „Club“-Mitgliedschaft innerhalb der Yokai High. Hier passiert das übliche Chaos, wenn auch mit deutlich weniger toten als im letzten Jahr. Dafür erleidet Cocoa deutliche Minderwertigkeitskomplexe, da sie sowohl versucht ihrer großen Schwester zu imponieren, als auch mit der bereits eingespielten Clique, die sich rund um Tsukune in der Zeitungs AG gebildet hat, irgendwie mitzukommen. Das Ganze ist also in gewisser Weise ein Aufeinandertreffen der verschiedenen Generationen in Kombination mit den ständigen Missverständnissen, die daraus resultieren.

Dieser Wechsel des Fokus von dem üblichen Blickwinkel, wie wir die ganze Geschichte aus der ersten Season bis hierhin kannten tut der Geschichte durchaus gut, da sie ein paar Dinge nochmal in ein anderes Licht rückt, die wir bislang nur als das ständige Umwerben von einem Haufen verrückter Hühner um einen Jungen verstanden haben. Das ist so hier natürlich nicht gegeben, sondern es wird viel mehr im Schnelldurchlauf noch einmal die ganze Schiene der Problematik der Freundschaftswerbung noch einmal gefahren. Und wie sich durch kleine Gesten am Ende dann eventuell doch noch ungewöhnliche Klüngel dabei bilden können. (Oder was man letzten Endes tun muss, um einer anderen Person zu zeigen, dass man sie doch noch anders sieht, als sie es bis hierhin verstanden hat.) Das heißt aber nicht, dass hier in irgendeiner Weise die gesammte Geschichte plötzlich „ernst“ im westlichen Sinne wird. Es bleibt auf dem typischen Level japanisch-durchgeknallter Verrücktheiten, die man mögen muss, um eine solche Serie überhaupt lesen zu wollen.

Fazit

Ein schöner zwischenband, der noch einmal sehr viele Elemente aus vorangegangenen Bänden der ersten Season aufgreift und Variiert. Durch den Fokus auf einen anderen Charakter als das übliche Quintet bekommt die gesammte Geschichte dadurch auch nochmal einen eigenen „Drive“, der dafür sorgt, dass man nicht nur das Gefühl hat, dass hier alles wiedergekäut wird. (Auch wenn das in gewisser Weise natürlich meistens passiert.) Das Monster of the Week ist wie jedesmal am Ende besiegt und die Zeitungs AG arbeitet erneut an einer weitern Ausgabe. Also alles in allem bekannte Element, nur nicht so stark vereinheitlicht, wie es bislang der Fall zu sein schien. Man bekommt auf diesem Weg aber letzten Endes dann doch die bereits bekannte Unterhaltung, welche diese Serie ausgezeichnet hat.

In jüngster Zeit ist mir aufgefallen, dass ein "new kid on the blog", (pardon the pun) der Blog Nerds gegen Stephan recht ähnliche  Gebiete beackert wie ich und habe mich spontan mit dem rührigen Betreiber koordiniert, um euch eine Parallel-Rezension zu bieten - so präsentieren wir also gemeinsam unsere Besprechungen des neuen Einsamer Wolf-Spielbuchs "Jagd auf den Mondstein". Ja, ihr habt

Der gute Ron von Edieh.de ist voll des Lobes in seiner Vorab-Rezension des neuen Malmsturm-Regelwerkes.  Vielen, vielen lieben Dank, das freut uns sehr.

Der Beitrag Edieh.de über Malmsturm – Die Fundamente. Eine Vorab-Rezension erschien zuerst auf Malmsturm - ein Fate-Rollenspiel.

Vorbemerkung: Eigentlich sollte hier ein Retro-Check zu „Das Schiff in der Flasche“ stehen, aus traurigem Anlass habe ich aber die Reihenfolge geändert. Vor ein paar Tagen ist mit Jörg Raddatz einer der prägenden Köpfe hinter den DSA-Kontinenten Aventurien und Myranor viel zu früh verstorben. Schaut man sich an, an wie vielen – teils absolut maßgeblichen […]

Prometheus erweitern ihr Belletristik-Programm - mal schauen, ob der Herr Münter auch Fantasy kann... Das Cover - (Co) Prometheus Games Titel: Kaisersturz Autor: Felix A. Münter Art: Roman (Imperium von Westrin-Reihe) Verlag: Prometheus Format: Taschenbuch, 447 Seiten ISBN: 978-3-944713-12-0 Preis: 14,95 Euro (4,99 Euro als PDF) Link: Prometheus Shop Gestaltung Das Cover ist

Alter Schwede! Ich habe noch nie einen so schweren Brocken vor der Brust gehabt, wenn es um das Verfassen einer Rezension ging, deswegen habe ich mal bewusst das Präfix [Kurz-Rezension] gewählt, um euch nicht zu enttäuschen... Das Cover - (Co) Huch & Friends Name: Cards - Die Partie deines Lebens Verlag: Huch & Friends Autoren: René Haustein, Matthias Spaan Preis: ca. 18 Euro Link:

Nachdem ich ja nicht mehr großartig aktiv für Labyrinth Lord bin, hält KH Zapf mit seinem Schnutenbach-Projekt die Old-School-Fahne nicht nur bei Mantikore, sondern fast für den ganzen deutschsprachigen Raum hoch. Und pünktlich zur RPC hat er mal wieder was Amtliches vom Stapel gelassen - eine Abenteuersammlung für sein Schnutenbach-Setting... Das Cover - (Co) Mantikore Verlag Produkt: Im

Cover: Infernal Devices
The War Doctor 02
Verlag: Big Finish
„If someone represents Gallifreys most deadliest weapon and our greatest hope, than it's him.“

Wieder einmal treffen wir auf den Schlachtfeldern des Timewars zwischen den Timelords von Gallifrey und den Daleks auf einen rastlosen Mann, der seinen Namen abgelegt hat, während Big Finish John Hurts War Doctor mit Infernal Devices zum zweiten Mal in den Kampf um den Frieden im Universum und die Identität der Timelords als „die Guten“ schickt. Und während ich beim letzten Mal noch sagte, dass die Box mit ihren vier CDs je eine Geschichte erzählen würde, muss ich mich hier in sofern korrigieren, weil jeder Tonträger jeweils eine in sich abgeschlossene Geschichte von je einem anderen Autor erzählt, die aber Thematisch lose miteinander verbunden sind.

Insofern macht es Sinn, hier von den einzelnen geschichten Beim Titel zu sprechen:

2.01 Legion of the Lost: Es beginnt mit einer jungen, verzweifelten Soldatin, die einsam und allein hinter feindlichen Linien versucht herauszufinden, ob irgendjemand ihrer Einheit diesen Vorfall bis hierhin überlebt hat, als sie auf den Mann, der nicht mehr der Doktor ist, trifft. Beide Timelords haben das gleiche Ziel, eine Massenvernichtungswaffe Namens „Anihalator“. Doch während die Soldatin die Waffe für die Timelords bergen will, will der Doktor die Waffe vernichten. Doch das ist letzten Endes nur der Auftakt zum eigentlichen Geschehen: Während die Soldatin sich Opfert, damit der Doktor sein Ziel erreicht, müssen beide zu einem späteren Zeitpunkt feststellen, dass die Timelords längst eine weitere Grenze überschritten haben: Sie haben ein Bündnis mit einer Gruppe von Individuen geschlossen, das Technomagisch im Dienste von schlafenden Herren Namens „The horned ones“ stehen und ihre Fähigkeiten nutzen, um die Toten wieder zum Leben zu erwecken.

2.02 A Thing Of Guile: Nachdem der Doktor von Cardinal Ollistra zum Kriegsverbrecher erklärt wurde und darüber als „Prisoner 101“ gefangen genommen wurde, zwingt man ihn an einer weiteren Mission teilzunehmen, die ihn dazu bringt, zusammen mit Ollistra, sowie einem Diplomaten und einem Soldaten auf einem von den Daleks als Forschungsbasis gehaltenen Satelliten einzudringen, um herauszufinden, was die Daleks hier durchführen. Und hierbei verfolgen nicht nur die Daleks überraschende und wiedersprüchliche Ziele.

2.03 The Neverwhen: Aufgrund von Cardinal Ollistra in der letzten Geschichte erworbene Daten landet der Doktor (dem Ollistra in einer anderen Tardis gefolgt ist) mitten in einem Schlachtfeld aus sich ständig wandelnden Bedingungen. Sowohl Daleks, als auch Timelords müssen sich ständig der Tatsache stellen, dass sie durch einen Effekt, der durch eine Waffe, die direkt am Anfang des Timewars gezündet wurde, ausgelöst ist, sich in einer Dauerschleife aus Tod und Wiederbelebung befinden. (Und von einem ständigen Effekt aus technischer Evolustion und Devolution befinden.) Die grausamkeiten des Krieges in dieser Situation ist eigentlich nur der Tatsache geschuldet, dass eine der beiden Gruppen niemals aufhören kann, den Sieg durch die totale Zerstörung anzusteben und die andere eigentlich nur den nächsten Tod vermeiden will.

Das große Thema dieser Geschichten ist sehr eindeutig die Frage, was ist man bereits aufzugeben, wenn man auf jeden Fall den Sieg in einem Krieg erringen will, der gegen einen Gegner wie die Daleks geschieht. Oder, wie Nietzsche in „Jenseits von Gut und Böse schrieb“: "Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein."
Der War Doctor wird in diesem Zusammenhang zu einem Züglein an der Wage, die man im besten Fall als Gewissen bezeichnen kann. Er hat aufgegeben, der Doktor zu sein. Aber er ist immer noch Doktor genug, um das zentrale Zünglein an der Waage zu sein. Und in dieser Hinsicht kritisiert er wieder und wieder aufs Neue die Entscheidungen der Timelords, welche diese dazu bringen, nicht besser als die Daleks zu werden. Und das ist der zentrale Punkt innerhalb dieser Geschichten, welche den John Hurt-Doktor ausmachen: Welchen Wert hat es, das eine Kriegspartei überleben könnte, wenn diese in keiner Weise ihrem Gegner moralisch überlegen bleibt? Und genau in diesem Zusammenhang zwingt der War Doctor durch seine Handlungen Cardinal Ollistra erneut, sich mit Entsetzen den Ergenissen seiner Handlungen zu stellen.

Man bemerkt hier sehr gut, was die Geschichte am Ende ausmachen könnte, solange wir nur über das Potential argumentieren. Das Ende ist bekannt, was diese Geschichten betrifft. Aber hier wird wirklich endgültig der Weg eingeleitet, der letzten Endes dazu führen wird, dass der Doktor sich nicht mehr im Spiegel ansehen will.

Fazit

Auch in der zweiten Box baut Big Finish den großen Plott rund um den Weg des War Doctors zum Einsatz des Moments weiter auf und zeigt dabei auf wunderfolle weise, mit welchen Mitteln das Medium Hörspiel, das ja deutlich eingeschränkter ist, als es die Leinwand währe, unglaublich dichte Geschichten erzählen kann, die dennoch voll mit allen packenden Emotionen sind, die einen bewegen. Vielleicht das sogar deutlich besser hinbekommt, weil nur die Stimme der Sprecher das tragende Element ist, weil von nichts anderem abgelenkt ist. Diese Abenteuer machen Spaß bis hierhin und es ist einfach nur eine unglaublich tolle Möglichkeit, John Hurt in dieser Rolle noch einmal zu erleben. Und die Leute von Big Finish haben es wirklich geschafft mit Cardinal Ollistra einen Charakter zu erschaffen, den man geradezu liebt, dafür das man sie hasst. Und das alles nur deshalb, weil sie aus der Situation heraus wirklich kaltblütig alles tut, um diesen Krieg zu gewinnen, ohne dabei die Verluste im Auge zu behalten.