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Artikel Tagged ‘Cthulhu’

Gelbe Zeichen: Historische NSCs

23. Juli 2014

Dies ist ein Beitrag zum Juli Karneval der Rollenspielblogs zum Thema Lebendige NSCs. Den Einleitungsartikel findet man bei Engor. Im Forum der RSP Blogs ist hier der Thread In dem vorherigen Artikel zum Thema habe ich geschrieben wie ich mit wenigen Sätzen einen NSC bauen kann. Doch nicht jeder NSC braucht einen derartigen Unterbau. Wie im richtigen Leben, werden [...]

Seanchui goes Rlyeh: Ein paar News (XXV)…

21. Juli 2014

…rund um das Thema cthuloides Rollenspiel. Dabei geht es hauptsächlich um ein paar PDF-Veröffentlichungen – aber es schadet ja nicht, darüber gesprochen zu haben :-). 2 Support-Abenteuer gratis! Zunächst einmal wäre da die freudige Nachricht, dass sich die beiden Support-Abenteuer “Der Nachtexpress” (hier) sowie “Der Preuße” (hier) kostenlos bei DriveThruRPG herunterladen lassen. Damit hat man […]

Gelbe Zeichen: Cthulhus freier Tag

19. Juli 2014

So, jetzt mal nicht-rollenspiel-Content…. Ich bin ab Mitte August ein paar Tage weg und habe jetzt schon mal mit Cthulhu einige schöne Plätze ausgesucht Auf ein Bild klicken und man dann durchnavigieren, sind dann auch die Originale vorhanden.          

Teilzeithelden » Pen&Paper: Rezension: Achtung! Cthulhu Investigator‘s Guide (FATE)

11. Juli 2014

Historiker aufgepasst! Mit dem Achtung! Cthulhu FATE Investigator‘s Guide macht ihr das kriegsversehrte Europa während des zweiten Weltkrieges unsicher. Diese pulpige Cthulhu-Variante gibt euch kompetente Charaktere an die Hand, um dem Mythos die Stirn zu bieten.

Tentakel-Spiele: Berge des Wahnsinns – Lake’s Lager Teil 2

9. Juli 2014
Hier die Übersicht der bisherigen Berichte.

[Spielleiterkommentare in blau.

Spätestens jetzt wurde es notwendig, das die Spieler die Berichte der Vorgängerexpedition gut kennen bzw. vorliegen haben. Ohne dies besteht die Gefahr, dass die Spieler/Charaktere unter falschen Annahmen wild herumspekulieren. Und hier scheitert das offizielle Kampagnenmaterial leider! Unter den zahlreichen Handouts gibt es keins, das die offizielle Geschichte übersichtlich darlegen. Am besten passt hier noch der Zeitungsartikel aus dem halboffiziellen Expeditionspack von Cthulhus Ruf. Leider ist das Zeitungsformat ziemlich unübersichtlich und schwafelig. Erfreulicherweise schwirrt im Internet ein Abschlussbericht der Vorgängerexpedition rum. Kudos an den Ersteller! Das gesamte Dokument ist für meinen Geschmack zwar auch zu lang, die Informationen aus dem Anfang (insbesondere Seite 5) sind aber gut aufbereitet um den Spielern die offizielle Geschichte noch einmal bewusst zu machen.]
Die gefundenen Spuren im Zelt gaben den 3 Entdeckern sehr zu denken. Die Menge des enteckten Blutes reicht für einen ausgewachsenen Mann. Durch abgleich der Blutgruppe mit den Unterlagen der Miskatonic Expedition konnte Dr. Sinclair drei mögliche Opfer identifizieren [Forensics/Medicine und ein erfolgreicher Prepardnesswurf]. Am nächsten Morgen berichteten sie Moore von ihren ersten Entdeckungen. Er war sichtlich überrascht, fühlte sich aber in seiner Skepsis bezüglich des offiziellen Berichts bestätigt. Die drei sollen aber weitere Spuren zu sichern, bevor man wilde Theorien aufstelle. Das nächste Zelt wurde vom Schnee befreit. Leider war dieses Zelt zusammengefallen und von einer Zentimeter-dicken Eisschicht bedeckt. Grob geschätzt würden sie den ganzen Tag damit verbringen den Inhalt des Zeltes freizulegen. [Jetzt wurden die Spieler kreativ. Zuerst kam der Vorschlag das Eis mit einen Parrabolspiegel zu schmelzen. Leider war der Preparedness Wurf nicht erfolgreich. Danach wollten sie aus Batterien und Drähe ein Schmelzgerät bauen. Aber auch hier scheiterten die Proben.]. Statt sich mit dem Eis zu beschäftigen, wurde das nächste Zelt freigelegt. Aber auch dieses Zelt war vereisst. Währenddessen entdeckte Prof. Moore, einige hundert Meter vom Lager entfernt, den Grabhügel der Vorgängerexpedition . Auf dem breiten Hügel aus Felsen und Eis war ein, mit Namen und Widmung beschriftetes, Holzschild angebracht. Das Grab der Teilnehmer der Miskatonic Expedition.
Da es mit dem Zelten nur langsam voran ging, schlug Moore vor einen der rätselhaften Eiskegel genauer unter die Lupe zu nehmen. Zu viert räumten sie den Schnee beiseite und machten eine unglaubliche Entdeckung. Ein Fund, den man auf den ersten Blick nur als biologisch beschreiben konnte. Das Wesen war über 2m hoch und stand senkrecht in einen Schacht im Eis. Es hatte eine ausgeprägte Tonnenform, an seinen oberen und unteren Enden befanden sich seesternförmige Auswüchse und es war offensichtlich stark beschädigt. Dies musste eins der Wesen sein, die Professor Lake in seinen Funksprüchen beschrieb. Alle waren über den Fund sehr überrascht und Morre und Burroughs waren völlig aus dem Häuschen, fast schon etwas hysterisch. Mit Verstärkung der anderen Expeditionsteilnehmer wurde der Fund ins “Biologiezelt” gebracht. Priestley, der Fotograf der Lexington Expedition, machte eifrig Aufnahmen von dem Wesen und Arcacia beglückwünschte Moore und seine Mitarbeiter. Dr. Burroughs begann sofort damit das Wesen zu studieren. Am wichtigsten schien die Frage worum was es sich handeln könnte und warum es so eigenartig vergraben wurde. Eine nahe liegende Theorie war, dass das Wesen vor Sturmschäden geschützt werden sollte. [Dieser Fund hatte selbstverständlich einen satten Stabilitätswurf zu folge und ich war voller Vorfreude auf die zu erwartenden Reaktionen. Und was passiert? Alle Spieler schaffen den Wurf und verlieren nur ihre die paar investierten Punkte! Na, die können noch was erleben!]
Während Burroghs mit der Untersuchung im Zelt beschäftigt war, wanden sich Dr. Sinclair und Dr. Gilmore wieder der Spurensuche im Lager zu. Aufgrund der Funde im ersten Zelt baten sie Doktoren Moore darum den Grabhügel zu öffnen zu dürfen und die Leichen zu untersuchen. Professor Moore war von der Idee, die Grabesruhe seiner verstorbenen Freunde und Kollegen frühzeitig zu stören, alles andere als begeistert. Sinclair konnte ihn aber davon überzeugen, das aufgrund der Gewaltspuren im Zelt eine Sichtung der Leichen schnellere Antworten liefern würde, als die langwierige Untersuchung der Zelte. [Da Moore die Untersuchung der Leichen eigentlich als allerletzte Maßnahme in Erwägung zieht, habe ich Sinclairs Spieler die Aktion 2 Punkte Reassurance kosten lassen. Ein hoher Preis, aber die zu entdeckenden Fakten waren dies wert]
Die Enthüllung der Körper zerrte stark an den Nerven der Beiden. Insgesamt fanden sie 11, in Zeltplane gewickelte, Leichen in sehr unterschiedlichen Zuständen. So ist einer wohl durch einen Genickbruch ums Leben gekommen und einen Anderen wurden die Unterarme sauber abgetrennt. Aber die meisten Körper waren zerstückelt, förmlich seziert und in ihre Bestandteile zerlegt. Nur die wenigsten konnten Identifiziert werden. Die Ursache für diese schrecklichen Funde waren völlig unklar, es war aber offensichtlich, das kein Sturm hierfür verantwortlich sein konnte. Der Bericht der Rettungsexpedition war voller Lügen!
Dr. Burroughs’ Untersuchung des Wesens brachten zwar viel Erhellendes hervor, doch am Ende stand er mit mehr Fragen da als zu Beginn. Handelt es sich um ein Tier oder eine Pflanze? Ist es Amphibisch oder konnte es gar fliegen? Wie funktionieren Stoffwechsel und Fortpflanzung? Wie lange liegt es schon im Eis? Warum ist die Außenhaut so unglaublich robust? Aber trotz der vielen Fragen war für Burroughs klar, das hier eine der größten Entdeckungen der gesamten Wissenschaft gemacht wurde!
[Hier ist die Kampagne wieder einmal lieber schön zu lesen als spielleiterfreundlich. Die Beschreibung und Ergebnisse der Untersuchung der Wesen darf man sich aus verschiedenen Abschnitten der Fließtexte und des Anhanges zusammensuchen. Und oben drauf gibt es den Verweis auf Malleus Monstrorum und den Roman. Sorry, aber hier fühle ich mich wirklich verarscht! Warum gibt es nicht eine Auflistung der offensichtlichen Fakten + der zu gewinnenden Informationen, die man mit Probe XY raus bekommen könnte? Ein Textblock hätte es getan. An späterer Stelle funktioniert das zu einen anderen Thema doch auch (Band 2 S.114f). Vielleicht übertreibe ich etwas, aber es ist doch naheliegend, das einige SCs Wissenschaftler sind, die selbst Hand anlegen wollen. 
Eine andere Sache die unheimlich nervt: die Ausrichtung der Karte des Lagers. In den Beschreibungstexten werden oft die Himmelsrichtungen angegeben, blöderweise zeigt die Windrose nach linksoben (ca. WestNordWest). Das ist wirklich verwirrend und wird nicht besser dadurch, dass der magnetische Südpol sich laut Windrose unten befindet. Warum ist die Karte nicht einfach nach Norden ausgerichtet?
Dennoch gefällt mir der Teil um Lakes Lager wirklich gut. Die Spieler haben viele Freiheiten bei ihrem vorgehen und werden recht behutsam mit dem Mythos in Kontakt gebracht. Ich bin gespannt wie es weiter geht.]

Zum Schluss noch ein stimmungsvoller Trailer zum Film The Great White Silence

Gelbe Zeichen: Simulation oder Fantasywelt?

8. Juli 2014

Der Cthulhu Mythos ist zu einen echten Mythos geworden, mit Anhängern auf der ganzen Welt, die H.P. Lovecraft für seine Werke danken in dem sie seine Geschichten weitererzählen, ergänzen und versuchen Belege für die Existenz dessen zu finden, worüber er schrieb. Nicht weil sie überzeugt von dem sind, was in den Geschichten steht, sondern weil es ihnen Spaß macht, eine Legende zu erschaffen und an ihr mitzuwirken.

Tagschatten: Moulded by Randomizer

8. Juli 2014

Unter dem Titel "Driven by Character" gibt es auf Stories and Characters einen schönen Post zum Thema Charaktere und charakterzentriertes Spiel. Darin vertieft sie den Gedanken, wie man denn Interaktion zwischen NSC und SC ausgestalten könne und betont ihre Bevorzugung von Character-over-Plot.

Was mich an dem ganzen Post ein bißchen stört, ist der durchschimmernde Gedanke, Werte stünden dem im

Innsmouth Tribune: “Der Preuße” als PDF

2. Juli 2014

Pegasus hat das Abenteuer "Der Preuße", welches in dem Schnellstart-Regelheft zum Gratis-Rollenspiel-Tag 2013 enthalten war, als kostenloses PDF veröffentlicht. 

Dieses kurze Abenteuer entstand speziell für die Verwendung auf Conventions flankierend zur Veröffentlichung von Die Janus-Gesellschaft – dem Quellenband, der es Charakteren ermöglicht, Mitglieder dieser Geheimgesellschaft zu

Gelbe Zeichen: Cthulhus Ruf #5 – The Dark Side

1. Juli 2014

Dies war ein besonders heißer Tag. Der Ventilator wirbelte den Zigarettenrauch durch das Zimmer, der sich dann als Staub, Schicht für Schicht, auf alles wie ein Leichentuch niederlegte. Nur auf dem Schreibtisch stapelten sich neue Zeitungsartikel, illegale Kopien von Polizeiakten und ungeöffnete Briefe mit Rechnungen schneller als der Dreck. Ich kramte also in den alten [...]

Innsmouth Tribune: Der Hexer 41: Der Koloss von New York

1. Juli 2014

Bereits vor vergangener Woche Heute ist Band 41 der eBook-Neuausgabe von Wolfgang Hohlbeins 68 Hefte umfassenden Serie "Der Hexer" erschienen. "Der Koloss von New York" ist für € 0,99 bei amazon erhältlich.

Das Ding war fast hundert Yards hoch – ein Gigant aus Stahl und Kupfer und Stein. Es symbolisierte die Freiheit. Und es brachte den Tod. Denn mit der gewaltigen Statue war noch etwas

Innsmouth Tribune: Der Hexer 40: Die Macht des NECRONOMICON

1. Juli 2014

Bereits vor drei Wochen Heute ist Band 40 der eBook-Neuausgabe von Wolfgang Hohlbeins 68 Hefte umfassenden Serie "Der Hexer" erschienen. "Die Macht des NECRONOMICON" ist für € 0,99 bei amazon erhältlich.

Hier oben lebte nichts mehr. Eine Laune des Schicksals hatte die eiserne Toreinfassung stehen lassen, während die schwarzen Basaltmauern zu beiden Seiten niedergebrochen und die

Tentakel-Spiele: Eindruck zu Cthulhus Ruf 5

29. Juni 2014
Pünktlich zur RPC ist die inzwischen fünfte Ausgabe Cthulhus Ruf erschienen!
Nachdem ich Ausgabe 2, 3 und 4 bereits unter der Kamera vorgestellt habe, wollte ich eigentlich auch diese Ausgabe “durchblättern”. Leider waren die Ergebnisse nicht wirklich zufriedenstellend, weshalb ich meinen Eindruck jetzt einfach hier zusammenfasse.
Wie immer hat die Ausgabe auch wieder ein Thema. Dieses mal ist lautet es Cthulhu Noir
Zum Einstieg behandelt der obligatorische Flüstertütenartikel das Thema Menschen im Abenteuerfokus. Ich fand den Artikel nicht besonders erhellend, aber nett zu lesen. 
Danach gibt es einen Artikel zu John Carpenter und den Mythos. Besonderen Fokus finden die 3 Filme der Apocalypse Trilogy. Nach der Lektüre der 2 Seiten war ich nicht unbedingt sehr viel schlauer, hab aber Lust die Filme noch einmal anzusehen.
Bei Höhenflug handelt es sich um die Übersetzung eines Cthulhu Now Szenarios aus der Unspeakable Oath. Ich finde es super, dass OU Material für Cthulhus Ruf übersetzt wird. Die deutsche Cthulhu Szene hat ja den Ruf Scheuklappen tragend, sein eigenes Spiel zu samme.. ähm spielen. Darum freut mich der Blick über den Tellerrand sehr! Das Abenteuer ist sehr gut aufgemacht. Es gibt ein Flußdiagramm in dem Szenen und Spuren nachvollziehbar dargestellt werden. Es werden einige Vorschläge zu passenden Charakteren, unterschiedlichen Einstiegen/Lösungen und dem Spiel als One-Shot/Kampagnenteil mitgegeben.  Sehr gefallen haben mit die handschriftlichen Einwürfe im Abenteuertext. Diese enthalten sowohl Zusatzinformationen als auch zynischen Kommentare für den SL.
Tränen einer verlorenen Wahrheit greift endlich das Noir Thema auf. In dem Abenteuer wird fleißig mit Klischees gespielt, so gibt es die typische Femme Fatal, ein geheimnisvolles Verbrechen, verschiedene Parteien und das Ganze spielt im Hollywoodumfeld. Auch hier gefällt mir die Abenteuerstruktur. Schauplätze und Szenen haben wenig Fließtext. Dafür werden die verfügbaren Informationen stichwortartig als Bulletpoints aufgegliedert. Finde ich sehr praktisch, da ich meine Spielleiternotizen ähnlich aufbaue.
Der Atem der Tiefe ist ein One-on-One Szenario, also für einen Spieler und einen Spielleiter gedacht. Der Spieler übernimmt die Rolle eines Ermittlers der ägyptischen Polizei und muss einen rätselhaften Todesfall am Set des Films “Land der Pharaonen” aufklären. Eigentlich ein solides Abenteuer, das aber irgendwie unvollständig wirkt.  Rein vom lesen würde ich sagen, das es mehr Möglichkeiten geben sollte den SC unter Druck zu setzen, das Filmthema ist leider nur Mittel zum Zweck und Optionen fürs Gruppenspiel würden das Abenteuer flexibler einsetzbar machen.
Im Artikel Dunkle Schatten vor laufender Kamera geht es um Filme und Filmstudios im Noir Setting. Neben einigen Informationen zum Filmbusiness der 50er Jahre enthält der Artikel auch einige tolle Vorschläge zur Mythoseinflechtung. Ich persönlich hätte mir ja eine Betrachtung der 50er Monster und SciFi Filme gewünscht, aber das hätte wohl den Rahmen gesprengt und passt auch nicht wirklich in den Noir Fokus der Ausgabe.
Danach gibt es auf 2 Seiten das Abenteuer Drei Kerzen. Das Konzept der flexibel einsetzbaren “Two-Sheets” Tatorte finde ich ziemlich klasse. Leider ist dieses Abenteuer meiner Meinung nach nicht so gut gelungen. Es gibt zwar einige Spuren am Tatort, allerdings bringt nur eine Spur die SCs wirklich weiter und diese erfordert schon etwas mehr Denkarbeit. Aber das spielt, genau wie der Tatort selbst, im Grunde keine Rolle! (Spoiler markieren:) Unabhängig vom Ermittlungsverlauf wird der Bösewicht nämlich von selbst auf sich aufmerksam machen und die SCs werden zum Finale geschickt. Schade.
Im “Fragmente des Grauens” Artikel N2S2 gibt es 3 Mythosszenarien auf Basis der US-Atomtests in Nevada. Die Ausgangsgeschichte ist für meinen Geschmack zu lang und zu egal. Die Szenarien sind sehr unterschiedlich. Wirklich gefallen hat mir aber nur das Zweite, ist aber sicher Geschmackssache.
Auf den folgenden 5 Seiten wird das Thema der Reise im cthuluiden Rollenspiel genauer beleuchtet: Wenn jemand ein Reise tut… Der Artikel gibt einen einige Gedankenanstöße zum Thema. So wird betrachtet was die verschiedenen Reisearten für Möglichkeiten und Hindernisse im Rollenspiel bieten. Auch die Heldenreise und Reisen bei Lovecraft wird beleuchtet. Sehr positiv sind mir die direkten Bezüge auf Cthulhu Abenteuer und Mythos Geschichten aufgefallen. Ich mach mir selbst eher selten solche Metagedanken, darum hat mir der Artikel auch gut gefallen. An meiner üblichen Herangehensweise, Reisen im Regelfall mit 3 Sätzen abzuhaken, wird der Artikel aber nicht viel ändern. 
In Ich, Nyarlathotep wird versucht einen alternativen Blick auf den großen Alten zu werfen. Der Artikel geht davon aus, das die 1000 Masken des kriechenden Chaos sich ursprünglich aus Menschen entwickeln. Dies erklärt auch warum viele Masken so menschlich erscheinen. Es wird erläutert warum dies so ist und wie die Verwandlung vonstatten gehen könnte. Ein wirklich guter Artikel, der eine schöne Nyarlathotep Alternative bietet. Und oben drauf bekommt man 12 Beispielmasken mit Hintergrund, Entstehungsgeschichte und Werten.
Das zweite Gesicht behandelt Esoterik im Kontext der Janus Gesellschaft. Im Artikel wird angenommen das es Geister, Medien und Visionen wirklich gibt und von den Janobiten erforscht werden. Hierzu werden die optionalen Fertigkeiten Aura und Tarot angeboten und mit Regeln unterfüttert. Interessant: Ursprünglich sollte dieses Thema auch im Janus Band behandelt werden, wurde aber verworfen. Ich persönlich finde diese profane Magie bei Cthulhu eher störend. Ein Artikel über Esoteriker, die unwissend Mythosmagie anwenden und falsch interpretieren, wäre mir lieber gewesen. Ich finde es aber Klasse das Inhalte, die es nicht in die Bücher geschafft haben, hier einen Platz finden.
Zum Abschluss gibt es wieder einen ausgearbeiteten NSC: Studenta Elena zu GrafenbergHierbei handelt es sich um eine Gedankenleserin, die von ihren Eltern im Wald versteckt wurde, weil sie die Stimmen in ihren Kopf nicht mehr ertrug. (Klingt für mich ein bisschen nach True Blood ohne Vampire :) ) Sie und ihre Eltern werden von Mitgliedern der Janus Gesellschaft unterstützt. Mir gefällt die Idee von den janus-internen Gerüchten über das geheime Mitglied, der “Hexe im Wald”. Elena werden zwar ein paar Zaubersprüche aus okkulten Werken an die Hand gegeben, einen wirklich Mythosbezug muss sich der Leser aber leider selbst denken.
Das beiligende 32 seitige Archiv Heft enthält Settingregeln für Cthulhu Noir. Gut gefallen haben mir die Regeloptionen für Stabilität und die “Armitage Files-artige” Beschreibung der Orte in L.A. Am besten ist aber der kurze Mythos Abschnitt, in dem Vorschläge für noir-taugliche Artefakte, Zauber und Kreaturen gemacht werden. Dies erleichtert die Arbeit mit den Quellenbüchern enorm! (Falls jemand von der Pegasus Redax mitliest: Für die nächsten Monster und Magie Bücher wünsche ich mir themenbezogene Listen im Anhang! “Alle Monster im Wasser”; “Zaubersprüche die Zeit manipulieren”; “Wesen die mit profanen Waffen verletzt werden können” etc.)

Abschließend

Der Druck und die Auswahl/Qualität der Bilder ist wieder hervorragend! Inhaltlich wird das hohe Niveau gehalten, wenn auch leider nicht immer meinen Geschmack getroffen wurde. Für 6 Euro macht man mit dem Heft auf jeden Fall keinen Fehler! Allein für das Noir Heftchen lohnt es sich!
Ein wenig Schade finde ich, dass sich das Heftthema nur in 4 Artikeln + Zusatzheft wiederfindet. Auf der anderen Seite würde ich nur ungern auf das breite Spektrum der allgemeinen Artikel verzichten. Vielleicht wären wechselnde Themen und Non-Themen Ausgaben eine Lösung?

Tentakel-Spiele: Berge des Wahnsinns – Lake’s Lager Teil 1

28. Juni 2014
Hier die Übersicht der bisherigen Berichte.

[Spielleiterkommentare in blau.]

Die erste Nacht im vollständig errichteten Basislager verlief weniger ruhig als erwartet. Über Funk wurde ein Notruf von Lexington’s Camp empfangen. In der kurzen verrauschten Nachricht war die Rede von einen Angriff auf das Camp und als der Kontakt abbrach hörte man in der Ferne eine Explosion. Unter Starkweather’s Führung machte sich ein Rettungsteam zusammen mit Schlittenhunden auf den Weg zum Lexington Camp, welches man 2 Stunden später erreichte.[Die Gruppe schlug vor die schnelleren Flugzeuge zu nehmen. Ich gab zu bedenken, das es ja Nacht sei und eine Landung auf dem Eis somit nicht ungefährlich wäre. Daraufhin entschied man sich doch für die Schlittenhunde. Erst im Nachhinein fiel mir ein, das die Sonne gar nicht wirklich untergeht! Der Fehler hat mich doppelt geärgert, weil das Abenteuer die Schlitten vorgibt und Alternativen, mal wieder, nicht betrachtet werden.]
Als sie eintrafen war Lexington’s Mannschaft bereits mit bei den Aufräumarbeiten beschäftigt. Es gab offensichtlich eine Explosion und der Generatorschuppen ist abgebrannt. Starkweather wurde zu Lexington in eine Hütte gerufen. Der Rest der Rettungsmannschaft packte mit an. Im Gespräch mit einem Expeditionsteilnehmer erführ Sören, dass offenbar zwei Mitglieder der Expedition unvermittelt durchgedreht seien und Feuer legten. Glücklicherweise gab es nur ein paar kleiner Verletzungen. Die Täter konnten überwältigt werden und waren bereits in Gewahrsam. Einer der Beiden schilderte Dr.Greene seine plötzlichen Wahnvorstellung und bereute seine Taten aufrichtig. Der Andere befand sich in einen katatonischen Zustand.
In den Gesprächen erfahren Sören, Dr. Bourroghs und Dr. Greene, dass auch die Lexington Expedition Probleme während ihrer Anreise hatte. Es wird sogar gemunkelt, das Starkweather für diese verantwortlich sei.
In den darauffolgenden Tagen gab es zwischen Starkweather, Moore und Lexington Verhandlungen um die Expeditionen zusammenzulegen. Man einigte sich darauf gemeinsam nach Lakes Lager aufzubrechen. Lexington’s Flugzeug wird die zerstörte Boing ersetzen und die SME hilft mit Generatoren und Nahrungsmitteln aus. Starkweather kündigte an, das er den Wissenschaftlern die Erkundung und Ausgrabungen an Lakes Lager überlässt. Stattdessen möchte er einen Gipfel besteigen und schließt sich dem Rest wieder an sobald es Jenseits der Berge gehen soll. Möglicherweise möchte er auch einfach Mrs. Lexington aus dem Weg gehen.  
Am 27.11 ging es endlich Richtung Miskatonic Berge, um Lake’s Lager zu suchen. Beim Anblick der titanischen Gipfel lief den Insassen der 3 Flugzeuge ein Schauer über den Rücken. Keiner von ihnen hat je etwas Vergleichbares gesehen. Die Berggipfel sind eisfrei und tiefschwarz. Lake’s Lager wurde auf 3500m , im Schatten der Berge, ausgemacht. Die Flugzeuge gingen runter und Moore beauftragte Dr. Sinclair, Dr. Burroughs und Dr. Gilmore sich einen ersten Eindruck über das Lager zu verschaffen. Das Lager war vollständig von Schnee bedeckt. Aufgrund der Anordnung der Schneehügel konnte man die Position der Flugzeugunterstände und Zelte erahnen. [Die Spielerkarte leistet für die Ausgrabungsarbeiten wirklich gute Dienste und sollte auf jeden Fall an die Spieler ausgehändigt werden. Über die GoogleDrive Freigabe konnten alle gemeinsam darauf rumkritzeln und Notizen vermerken. Sehr Praktisch!] Der Zweck einiger Hügel, z.B. der 6 in einer Reihe positionierten Schneekegel, blieb allerdings unklar. Nach der groben Sichtung gruben sie einen größeren Hügel zwischen Zeltlager und Unterständen frei. Als eine vereiste Hundeleiche freigelegt wurde, entschlossen man sich dazu die Arbeiten besser an den vermeintlichen Zelten fortzusetzen. Nachdem es von der Schneelast befreit wurde, richtete sich das erste Zelt von selbst auf. Mit den Worten “An solchen Orten findet man meist Leichen” öffnete Dr Sinclair das Zelt. Der Boden war bedeckt mit gefrorenen Blut und es gab Indizien dafür, das jemand im Zelt geschossen hat. Jetzt war klar, das Fakten aus dem offiziellen Bericht unvollständig sein mussten. [Mir ihren ersten Fund zogen die Spieler direkt eine der größeren Nummern. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, wird sich noch zeigen müssen ]

Orkenspalter TV: Shut Up And Take My Money 45: Berge des Wahnsinns, Areal, We Are The Dwarves, Insomnia uvm.

27. Juni 2014

  “Berge des Wahnsinns” ist eines der wichtigsten Werke von H.P. Lovecraft, dem Begründer des Cthuhlu-Mythos, der die Popkultur wohl subtiler und eindringlicher beeinflusst hat, als die meisten anderen Genreautoren. Eine Umsetzung für das Cthulhu-Rollenspiel gibt es schon lange und fast genau so lange ist sie auch wieder vergriffen. Pegasus will nun dank Crowdfunding eine […]

Seanchui goes Rlyeh: Cthulhu WildWest: Geisterstädte

26. Juni 2014

Hallo zusammen. Um den Jahreswechsel herum habe ich mir vorgenommen, auf diesen Seiten hin und wieder Material für Cthulhu WildWest zu veröffentlichen. Mein Hauptkritikpunkt an der PDF war das Fehlen eines konsistenten Hintergrunds und einer echten “Idee”, wie Cthulhu im Wilden Westen aussehen könnte. Hier ist nun der zweite einer geplanten losen Folge von Beiträgen, […]

System Matters: System Matters im Gespräch 7 – Cthulhu Gaslicht

21. Juni 2014

Eine etwas ungewöhnliche Episode unserer Gesprächsreihe, denn hier finde ich mich selbst im Gespräch wieder. Stefan (bekannt aus den Literarischen Specials und den Söhnen Sigmars) fragt mich über Cthulhu Gaslicht aus und ich erkläre was mir gut gefällt, wie es … Weiterlesen

Der Beitrag System Matters im Gespräch 7 – Cthulhu Gaslicht erschien zuerst auf System Matters.

Tentakel-Spiele: Berge des Wahnsinns – Ankunft im Eis und Eindrücke zum ersten Kampagnenband

21. Juni 2014
Hier die Übersicht der bisherigen Berichte.

[Spielleiterkommentare in blau.
Leider fand diese Session wieder nur mit 2 Spielern statt, aber dafür haben wir echt viel geschafft!
Am Ende des Berichts habe ich einen kurzen Eindruck zum ersten Band der Kampagne angehängt]

Die Tage in Melbourne verliefen für die Expedition ereignislos und wurden genutzt um Vorräte aufzustocken und zerstörte Ausrüstung zu ersetzen. Am 18.10.1933 verließ die Gabrielle Melbourne Richtung Süden. Ab nun musste die Crew für mehrere Monate auf die Annehmlichkeiten der Zivilisation verzichten.
Die folgenden Tage waren geprägt von heftigen Stürmen und gigantischen Wellenbergen. Im Vergleich zu einigen ihrer Begleiter kamen Sören und Dr. Burroughs aber recht gut mit diesen Umständen zurecht. Nach dem Sturm folge ein dichtes Nebelfeld und die ersten Eisberge wurden gesichtet. Langsam und fast geräuschlos glitt die Gabrielle durch das unheimliche, kalte Nebelmeer.
Als sich der Nebel endlich legte, braute sich bereits das nächste Unwetter zusammen. Während der “Achterbahnfaht” bemerkten Dr. Burroughs und Sören ein regelmäßig rumpelndes Geräusch aus den Frachträumen. Sie entschlossen sich selbst nach dem Rechten zu sehen, kleideten sich in Ölzeug und sicherten sich gegenseitig mit einen Seil. Zusätzlich wurde ein weiteres Seil für den Rückweg über das Deck gespannt. Auf dem Weg über das sturmumtoste, vereiste Deck rutschte Dr. Burroughs aus und kam zu Fall. Wäre er nicht mit Sören gesichert gewesen, wäre er wahrscheinlich über Bord gegangen. So blieb es bei einen verstauchten Knöchel. Auf halben Weg war klar das irgendetwas mit der Fracht nicht stimmte und Sören signalisierte mit einer Lampe, der Crew mehr Leute zu schicken.
Im Frachtraum entdecken sie zwei Flugzeugmotoren, die lose durch den Frachtraum rollten und durch ihre Einschläge weitere Fracht zerstörten. Einige Kisten waren zerbrochen und auch Petroleumfässer wurden beschädigt. Sören und zwei dazu gestoßene Matrosen machten sich sofort daran einen der Motoren zu sichern, während Dr. Burroughs zurückging um weitere Unterstützung zu rufen. Sören und die Matrosen stellten sich im Frachtraum äußerst geschickt an und konnten den ersten Motor sichern bis weitere Crewmitglieder eintrafen. Mit der Unterstützung war es kein Problem den zweiten Motor auch zu sichern. Trotz der schnellen Reaktion kam es zu einigen Schäden: Die Shackelton war nicht mehr Flugtauglich und ein großer Teil des Petroleums ist ausgelaufen.
[Da nur 2 Spieler dabei waren, habe ich die Szene etwas entschäft. Die vorgesehenen Schwierigkeiten und Proben sehen eigentlich vor, das mehrere SCs an der Szene beteiligt sind. Da Dr. Burroghs nicht der kräftigste ist und auch noch verletzt war, war es nur verständlich, das er sich zurück zog. Für NSCs Proben zu würfeln macht aber wenig Spaß und mindert den Einfluss der SCs. Also sorgte Burroughs' erfolgreiche Athletics Probe bei seiner Rückkehr dafür, das er rechtzeitig Unterstützung alarmieren konnte. Zusammen mit den investierten Poolpunkten von Sören, konnte die Situation suverän gelöst werden. 

Leider sieht das Abenteuer für den Fall, das die Sicherung der Motoren fehl schlägt oder zu lange dauert keine Konsequenzen vor.]

Bei dem Aufräumarbeiten fiel auf, das die Halteriemen mit Säure behandelt wurden. Die Befürchtung, das der Saboteur vielleicht noch weitere Abschiedsgeschenke hinterlassen haben könnte, machte sich breit. Dr. Burroughs schlug vor weitere Säurespuren mit Bariumsulfat nachzuweisen. Zufälligerweise hat er das notwendige Barumbromid und Zinksulfat im Gepäck. Nach einer kurzen Demonstration der Wirksamkeit wurde das Sulfat in Sprühflaschen ausgeteilt und die Frachträume überprüft. Dank Burroughs’ Idee konnten zwei weitere behandelte Riemen entdeckt und ausgetauscht werden. Ab diesen Zeitpunkt wurde Burroughs von Starkweather und anderen Crewmitgliedern nur noch “Dr. Watson” genannt.
[Die Spieler fragten sich, ob es eine Möglichkeit zum Nachweis von Schwefelsäure gibt. Die notwendigen Chemistry Poolpunkte waren verfügbar. Leider halfen sowohl das Abenteuer, als auch die Chemiekenntnisse der Gruppe bei dieser Frage nicht wirklich weiter. Also wurde Wikipedia befragt und promt eine Antwort gefunden. Mit einen Prepardness Test konnte Burroughs einen Chemikalienkoffer hervorzaubern und so die Ausrüstung vor weiteren Schäden bewahren. Ich mag Prepardness :) ] 
Einige Tage später konnte im Eismeer das Wrack eines Schiffes ausgemacht werden. Es handelte sich um den verschollenen Walfänger Walleroo. Das Schiff war zur Hälfte in einem Eisberg gefangen. Starkweather, Sören und Dr. Burroughs, sowie einige Matrosen, untersuchten das Wrack. Bei einer Kesselexplosion kam ein großer Teil der Crew ums leben. Die Überlebenden versuchten sich mit einen Beiboot zu retten, nur der Kapitän und die Verletzen blieben bis zum Ende auf dem Schiff. Neben einer Kiste Whiskey entdeckte Burroughs in der Kajüte des Kapitäns einige alte Goldmünzen, die er aber nicht weiter zuordnen konnte.
Am 8.11 stoppte das Schiff plötzlich. Die Gabrielle steckte im Packeis fest, es gab kein vor oder zurück mehr. Starkweather schlug vor sich den Weg freizusprengen. Von Sören kam der Vorschlag, den Piebodie-Bohrer zum Einsatz zu bringen. So könne man Sprengstoff sparen und gefährde das Schiff auch weniger. An einigen Stellen musst zwar unterstützend gesprengt werden, aber insgesamt konnte das Fahrt ohne viel Dynamiteinsatz fortgesetzt werden.
[Der Spieler des Geologen Gilmore war leider in der Sitzung nicht dabei. Da er der einzige Charakter mit "Explosives" ist, ging ich bereits davon aus, das diese Szene ohne große Spielerbeteiligung vonstatten gehen würde. Tja, falsch gedacht. Während Sören mit Mechanical Repair Löcher ins Eis bohrte, durfte Dr. Burroughs in einer kurzen Rückblende noch einmal die Frachtlisten überprüfen. Spielmechnisch bedeutete dies, das er eine Prepardenssprobe ablegen musste, um festzustellen ob das Dynamit vollständig geliefert und verladen wurde. Unterstützend durfte er dazu Bureaucracy Punkte einsetzen. Durch den Erfolg der Probe konnte sichergestellt werden, dass für zukünftige Sprengungen genug Dynamit verfügbar ist.]
Der letzte Abschnitt der Fahrt verlief recht ereignislos und am 13.11 erreichte die Expedition endlich das Ross Schelfeis. Dieser Meilenstein sorge für Hochstimmung bei der Crew. In den folgenden Tagen wurde das Schiff entladen und die Umgebung erkundet. Mit Hundeschlitten und dem kleinen Flugzeug wurde das Eisschelf nach ein Platz für das Basislager abgesucht. Moore nahm Sören und Burroughs mit, um die alten Hütten von Scott und Shackleton zu besichtigen. [Danke Google Streetview konnten die Spieler dies auch direkt live machen: Shackleton's und Scott's Hütten] Die vollständig entladende Gabrielle bezog am 15.11 Position im Ross Meer. Sie wird bis zum Ende der Expedition dort warten und als Funkrelay fungieren. Über die darauffolgenden Tage wurde die Ausrüstung ~25km eiseinwärts ins Basislager transportiert. Während den Arbeiten kam es fast zu einer Katastrophe: Mit einen lauten Knacken begann sich ein Riss im Eisschelf zu bilden und drohte große Teile der entladenen Ausrüstung ins Meer zu reißen. Geistesgegenwärtig macht sich Sören daran den Eisbohrer aufzubauen und eine “Sollbruchstelle” bohren. So konnte der Riss abgelenkt und die Fracht gerettet werden.
[Der Purist wird jetzt sicher aufschreien. So schnell kann man den riesigen Eisbohrer doch überhaupt nicht aufbauen! Und selbst wenn, das würde eh nicht funktionieren! Mir doch egal, ich fand die Idee gut. Der Spieler musst zwar Prepardness und Mechanical Repair Proben hinlegen, am Ende hat aber alles geklappt.]
Am 19.11 wurde das Basislager vollständig bezogen und endlich konnte die eigentliche Arbeit der Expedition beginnen.

Zwischenfazit nach Band 1

Damit ist der erste Kampagnenband nach 8 Sitzungen abgeschlossen. Insgesamt ging es bisher recht gemächlich voran. Ich selbst hätte nicht gedacht, das wir so lange für die Reise bis zum Eis benötigen. Ursprünglich wollte ich sogar einige Szenen streichen und mehr Tempo machen. Da die Spieler aber recht viel rumschnüffelten und auch kein Probleme mit dem railroadigen Verlauf hatten, hab ich mich doch recht genau an die Vorgaben gehalten. Aber trotz des langsamen Tempos blieb es eigentlich immer spannend. Leider macht es das Buch einen nicht unbedingt leicht. 
Mein größter Kritikpunkt am Buch: Es ist viel zu detailliert! Kerninformationen verschwinden im Prosatext und gehen in der Fülle von Kleinkram unter. Beispielsweise braucht niemand die seitenweise Beschreibung von Eis. Das liest sich zwar schön, hilft aber nicht wirklich weiter. Warum nicht einfach ein paar Stichpunkte mit kurzer, prägnanter Beschreibungen für Wetter und Umgebung? Dann könnte man das Ganze auch direkt aus dem Buch spielen ohne sich vorher die wichtigen Infos aus dem Fließtexten aufzuarbeiten. Hier hätte ich mir mehr Fokussierung auf das Wesentliche gewünscht.
Eine anderer Punkt: Trotz der hohen Detaildichte werden fast nie wirklich Konsequenzen mitgegeben. Was passiert wenn die Fracht unvollständig überprüft wurde oder die gelösten Motoren im Frachtraum nicht bemerkt werden? Oder andersherum, was passiert wenn die Spieler es schaffen alle Probleme im Vorfeld zu beseitigen? Wie gehe ich damit um wenn sie es schaffen das Basislager mit vollständiger Ausrüstung und allen Flugzeugen aufzubauen? Warum wird die Möglichkeit Lexington einzuholen nicht in betracht gezogen? Das wären alles interessantere und vor allem spielrelevantere Informationen als die technischen Daten ALLER Fahrzeuge oder die Raumbeschreibungen der Gabrielle. Am besten finde ich ja den Schraubokopter in Lexington’s Lager. Eigentlich eine wirklich coole Idee so ein Teil mit einzubauen, unser Pilotenspieler wurde direkt neugierig als er davon hörte. Aber das Ding spielt absolut keine Rolle, denn sobald die Spieler im Lexington Lager ankommen ist das Teil im Eimer (SPOILER ;) )! Und wofür gibt es jetzt eine Seite mit Beschreibung, technischen Daten und Risszeichnung? Schöne Idee; total Verschenkt.
Eine Sache die bei uns leider zu kurz kommt sind die NSCs. Das hat mehrere Ursachen. Zum einen gibt es einfach viel zu viele NSCs. Und abgesehen von den Expeditionsleitern Starkweather und Moore, tuen die NSCs auch recht wenig. Ich hätte mir gewünscht das bei Schlüsselszenen immer 2-4 mögliche Reaktionen/Aktionen von verschiedenen NSCs vorgeschlagen würden. Das hätte es mir sehr viel leichter gemacht die NSCs einzubringen. So sind es hauptsächlich gesichtslose Mitläufer. Dem könnte man mit ausgiebigen “Tavernenspiel” sicher entgegenwirken, aber dafür bin ich der falsche Spielleiter.
Trotz der Kritik, die Kampagne macht Spaß! Sie macht einen zwar viel (unnötige) Arbeit, aber das Setting ist toll, die Geschichte ist spannend und was da noch kommt gefällt mir sehr :) Ich freu mich auf jeden Fall auf die ersten Mythos-Begegnungen und bin gespannt was die Gruppe noch so anstellen wird!

Söhne Sigmars: Ausflug 02 – Cthulhu Gaslicht

20. Juni 2014

Wieder verlassen die vertrauten Pfade der Alten Welt. Dieses mal verschlägt es uns in die nebelverhangen Straßen Londons der 1890er. Kosmische Schrecken durchstreifen den Nebel, aber Mythosjäger Daniel steht mir zur Seite, damit ich mich im Gaslicht der Londoner Straßen … Weiterlesen

Gelbe Zeichen: Cthulhu for free

20. Juni 2014

Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern, diese Wahrheit trifft auch auf Blogs zu. Nachdem ich ein paar Tage mehr oder weniger offline war und kaum die Blogs gelesen habe, konnte ich heute einiges nachholen. Mitte/Ende Mai kamen wohl das Spieler- und das Spiellriterhandbuch als kostenlose pdf-Datei auf den Markt… und zwar auf [...]

Cyclopean Citadels: Lovecraft in Real Life: Der todlose Chinese

20. Juni 2014

Lovecraft lässt grüßen: Wer erinnert sich nicht an die Zeile Deren Überreste, so habe der todlose Chinese ihm gesagt, könne man noch als zyklopische Steine auf Inseln im. Pazifik finden. aus Cthulhus Ruf? Der kosmische Horror hat die Gegenwart natürlich längst eingeholt: Seit über 75 Jahren ist der Körper des 1927 verstorbenen Hambo Lama Daschi-Dorsho […]