Archiv

Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Neue Abenteuer » rpg: Almanach der Monster Golarions

29. Juli 2014

Es gibt zwei Arten von Bücher, die fast alle Rollenspieler toll finden: Bücher mit Unmengen an neuen Zaubersprüchen, und Bücher mit Unmengen an neuen Monstern. Bisher waren Monsterbücher für das Pathfinder-RPG dicke Hardcover, die Monsterhandbücher, doch dieses mal hat uns Ulisses ein kleineres PDF geschickt, den Almanach der Monster Golarions. Hierbei handelt es sich um […]

Aus den Schatten: Novapuls 07/2076

28. Juli 2014

Diesen Monat ist das Haupthema die Nachbeben des Massakers am 1. Mai in Berlin. Während auf der einen Seite die verantwortliche Beamtin vom Sternschutz untergetaucht ist und ein Kopfgeld von 250.000 Nuyen ausgesetzt wurden, wurde auf der anderen Seite der … Weiterlesen

Tentakel-Spiele: Berge des Wahnsinns – Lake’s Höhle

28. Juli 2014
Hier die Übersicht der bisherigen Berichte.

[Spielleiterkommentare in blau. Dieses mal etwas weniger als üblich]

Dr. Burroughs arbeitete bis spät in die Nacht hinein an dem entdeckten Wesen. Als er sich endlich, im Dämmerlicht der tiefstehenden Polarsonne, auf den Weg in sein Zelt zurück machte, bemerkte er das der Generator noch lief und Lexington’s Fotograf Priestley vor dem Funkzelt zu warten schien. Burroughs schlich sich an das Zelt heran und konnte mitanhören wie Arcacia Lexington Funksprüche in einer unbekannten Sprache absetzte. Später kehrte Burroughs noch einmal ins Funkzelt zurück und bemerkte, das die verwendete Funkfrequenz auf keines der Schiffe oder Basislager passte.
Burroughs informierte seine Zeltkameraden über seine Entdeckung. Man entschloss sich das Funkgerät abzuhören und weitere Informationen zu sammeln, bevor man den Expeditionsleiter Moore in die Sache mit hineinzieht. Um das Funkgerät abzuhören wurde ein verstecktes Kabel vom Funkzelt in ihr eigenes Zelt gelegt und mit einen Kopfhörer verbunden. [Gute Ideen, Electrical Repair und Preparedness führten hier zum Erfolg]
Im Laufe des 29.11 konnten 3 Zelte freigelegt werden. Bis auf Kleidungsreste und Feldbetten fand sich wenig Erhellendes. Am bemerkenswertesten war ein Notizbuch, aus dem alle Seiten herausgetrennt wurden und laut Stempel George Gatney, dem vermissten Teilnehmer der Miskatonic Expedition, gehörte.
Aus dem Basislager wurden endlich die letzten Teile des Peabody Bohrers angeliefert und noch in der selben Nacht wurde mit den Bohrarbeiten in die Ausgrabungshöhle begonnen. Am frühen Morgen des 30.11 konnte die Bohrmannschaft die Höhle freilegen und sofort machten sich alle auf den Weg dorthin. Die Lagermannschaft baute einen Seilzug auf, Lexington schoss zahlreiche Fotos und die Stimmung bei allen Beteiligten war aufgeregt und gespannt. 
Professor Gilmore war der Erste in der Höhle. Grün, Pastel, Grau, Beige und Glitzernd zeichneten sich deutlich die verschiedenen Gesteinsschichten an den Wänden ab. Der frei zugängliche Bereich der Höhle erstreckte sich auf ungefähr 10x10m. Dahinter begann ein farbenprächtiger Säulenwald aus Stalagmiten und Stalaktiten. Der Boden war aufgewühlt. Es befanden sich auch einige zurückgelassene Ausrüstungsgegenstände und Funde der Vorgängerexpedition hier unten. Nach und nach kammen weitere Expeditionsteilnehmer hinunter und nicht nur Gilmore und Moore waren völlig begeistert von den zahlreichen Gesteins- und Fossilenfunden in der Höhle. Nach einer ersten groben Sichtung, machten sich Gilmore, Burroughs und Sinclair auf den Weg tiefer in die Höhle. Auf ihren Weg erreichten sie die Höhle, in der Lake wahrscheinlich die Wesen entdeckte. Dort fanden sie einen eigenartigen, sternförmigen Schieferstein mit Punktmuster an den Spitzen. Die Höhle erstreckte sich noch weiter, aber Gilmore kam zu den Schluss, das die Höhle wahrscheinlich in einem unterirdischen Flusslauf enden wird und sich noch meilenweit unter die Berge ziehen könnte. [Geology] Darum entschloss man sich wieder umzukehren.
Gilmore beschäftigte sich weiter mit der Höhle und den Sternstein. Dabei stellte er fest, das der Stein, abhängig davon wie viele Personen sich in der Nähe befanden, Wärme abgab. Sehr ungewöhnlich.
Burroughs und Sinclair beschäftigten sich den Rest des Tages mit der Freilegung eines weiteren Zeltes. Als sich dieses von alleine halb aufrichtete, ahnte Dr. Sinclair bereits, dass ihn Schreckliches erwartet. Im Inneren bot sich den beiden Doktoren ein schrecklicher Anblick. Der Boden des Zeltes war mit gefrorenem Blut bedeckt. Die Spuren ließen darauf schließen, das im Zelt eine Vivisektion durch geführt wurde. Es lagen auch einige aufgeschlagene medizinische Bücher herum. Auffällig waren außerdem die zahlreich verteilten Streichhölzer, manche intakt, andere abgebrochen, angebrannt oder in kleine Stückchen zerbrochen. Etwas entfernt vom Zelt fanden sie im Schnee außerdem eine großes “Stoffteil”, das aus verschiedenen Ursprungsstoffen mit Draht grob zusammengenäht wurde.  [Inzwischen hat Sinclair mit seiner niedrigen Stabilität zu kämpfen. Den anderen beiden geht es noch relativ gut.]
Bevor sich alle ins Nachtlager begaben, berichteten Moore und Lexington noch über Funk von ihren Funden in der Höhle. Die Entdeckungen in den Zelten wurden aber weiterhin nicht erwähnt.
Am morgen des 1.12 wurden die Expeditionsteilnehmer von Motorengeräuschen aus den Schlaf gerissen. Als sie ihre verschlafenen Gesichter nach draußen gen Himmel reckten, konnten sie 3 Flugzeuge im Landeanflug erblicken. Neben deutschen Hoheitskennzeichen trugen sie die Aufschrift „Barsmeier-Falken-Antarktisexpedition“.

Orkenspalter TV: Splittermond Let’s Play mit Franz und Nicole von Uhrwerk Teil 1

28. Juli 2014

Was soll man sagen? Teil 1 und 2 jetzt. 3 und 4 später.  Ich verstehe ja immer noch nicht, warum ihr euch so was anseht, aber bitteschön:

Das Auge des Betrachters: Diebeswelt 09: Sturm über Freistatt (1)

28. Juli 2014

Band 09: Sturm über Freistatt Die erste Geschichte des Bandes wurde von Diane Duane verfasst. Diane stand zur damaligen Zeit gerade bei ihren Anfängen zur Autorin. Mittlerweile hat sie eine eigene Fantasybuchreihe veröffentlich und ist gerade im deutschsprachigen Raum für ihre Star Trek-Romane bekannt. Eine Hand für einen Gott Der ehemalige Priester Harran verdingt sich […]

Nandurion: Aus dem Limbus: RatCon, Rückmeldungen, Rezensionen

28. Juli 2014

Das wöchentliche Feedback zur Beta-Phase wurde letzte Woche erstmals von Jens Ullrich übernommen, der einen ersten Blogbeitrag zu den Magie-Regeln verfasst hat. Dieser beschäftigt sich umfassend mit den Mechanismen zur Zauberei im Grundregelwerk. Ein zweiter Teil soll bald folgen, dort … Weiterlesen

Rorschachhamster » Rollenspiel: Grautal Kosmologie: MIST, und ja, das wäre mein Ding…

28. Juli 2014

Ok, ich habe ja begonnen hier die äußeren Ebenen zu beschreiben und mit Zufallstabellen für Begegnungen und so auszustatten… Jetzt hat mir dieser Beitrag hier, von Theodric auf Mythopoeic Rambling, mir die Idee eingegeben, die Äußeren Ebenen aus der Kosmologie des Grautals vielleicht rauszuschmeißen. Wie in meinem Kommentar angegeben könnte man mit Ordnung und Chaos […]

Würfelheld: [Rezi] Schnutenbach – Der Zirkus des Schreckens

28. Juli 2014

Autor: Karl-Heinz Zapf Verlag: Mantikore Verlag Format: Softcover, 120 Seiten Erschienen: Dez. 2013 ISBN 13: 978-3939212430   Mit Schnutenbach – Der Zirkus des Schreckens liegt nun der nächste Band zum universellen Regelsystem aus dem Mantikore Verlag vor. Dabei handelt es sich um eine Mischung von Abenteuer- und Quellenband. Da das erste Buch schon gefiel, wird […]

Analogkonsole: Schnell und gut: Cyberpunkregeln a la digital_shades

28. Juli 2014

Ich begeistere mich seit vielen Jahren für Cyberpunk. Sei es nun “reiner” CPunk a la Gibson, Sterling, Cadigan, Williams, Morgan und anderen, oder die abgefahren-80er-krude Monstrosität, die sich Shadowrun nennt. Cyberpunk in der ein oder anderen Form wird uns erhalten bleiben, zumindest auf absehbare Zeit. Die zwei Platzhirsche im Bereich Cyberpunk sind unzweifelhaft Cyberpunk 2020 […]

Neue Abenteuer » rpg: Das Leben eines Gezeichneten – Teil 66

28. Juli 2014

14 Rahja Nachdem sich die Praiosscheibe über den Horizont erhoben hatte, verließen uns die Waldläuferin und die beide Oger. Wir bestiegen unsere Pferde, Undus war auch wieder aufgetaucht, und ritten auf Schamaham zu. In der Ferne kräuselten sich sanft die Säulen etwa einem Dutzend Feuer gen noch immer verhangenen Himmel. Das Dorf, das noch vor […]

Greifenklaue's Blog: Media Monday #161

28. Juli 2014

Im Banne der Terra Fantasy könnte der Media Monday diesmal auch heißen … Die Übersicht wieder bei Wulf vom Medien-Journal. 1. Das Stilmittel, Splitscreens einzusetzen, erinnert mich sofort an 24. Und dazu immer die geile Uhr. Wunderbares Stilmittel. 2. Selten gab es eine unsympathischere Hauptfigur als Tarzan in TKKG, denn ständig fokussiert sich die Handlung […]

Greifenklaue's Blog: DING-Termine 2. Halbjahr 2014

27. Juli 2014

Die Termine stehen – also Terminkalender gezückt und eingetragen. 31.08. -> Cyber-Ding (30 Jahre Cyberpunk) + Flohmarkt 21.09. 26.10. -> Halloween-Ding (Horror & Konsorten) 23.11. -> mit Flohmarkt 14.12. -> Weihnachtsding mit Wichteln Konkrete Terminplanung dann im GK-Forum. Soweit erstmal die Termine für Eure Terminkalender. Wer kurzfristig nächste Wochenende Zeit hat, sei an den Grenzlandthing […]

obskures.de » Rollenspiele: Happy Birthday, Gary Gygax!

27. Juli 2014

Gary Gygax, einer der Väter von Dungeons & Dragons (D&D), hätte heute Geburtstag. Heute wäre er 76 Jahre alt geworden. Er erblickte am Mittwoch, den 27. Juli 1938 in Chicago das Licht der Welt. 1974 erschien die Originalausgabe von Dungeons … Weiterlesen

Roachware » Rollenspiel: Finanzexperten

27. Juli 2014

Die wöchentliche Crowdfunding-Übersicht Es ist wieder Zeit für die wöchentliche Übersicht. Diesmal wieder zum ‘normalen’ Erscheinungstermin… Ein interessantes Angebot für alle, denen die Versandkosten und die Zollkosten bei amerikanischen und anderen ausländischen Projekten af die Nerven gehen: StarterStore bietet Produkte an, die durch erfolgreiche Crowdfunding-Projekte entstanden sind. Da der StarterStore in Deutschland ansässig ist, entstehen

VON DER SEIFENKISTE HERAB...: Splittermond – was zum Henker …?

27. Juli 2014

Tja, eigentlich war ich gerade dabei eine Rezi zum zur FeenCon vorab erschienenen Abenteuer "Der Fluch der Hexenkönigin" zu verfassen, als mir auffiel, dass der Intro-Blurb, den ich geschrieben hatte, etwas ausgewalzt und mit noch mehr Fleisch aufgepäppelt ein durchaus respektabler eigenständiger Artikel sein könnte.

ACHTUNG! Wall of text ahead!

Okay – Was ist das also, dieses Splittermond?

in der blogbox: Rezension: Firuns Flüstern

27. Juli 2014
Firuns Flüstern, auch als PDF erhältlich

Habe mir Firuns Flüstern gekauft, damit der Eismann auch mal ne Kritik zu einem Abenteuer von mir bekommt, und nicht nur zu einem Quellenband.

Der 160seitige Abenteuerband ist in zwei Teile gegliedert, da die Geschehnisse des Moduls aus zweierlei Sicht geschildert werden: Der der Menschen (und Elfen und Zwerge, jaja …), und der der Orks. Dabei ist die Grundidee, dass die gleichen Spieler die Menschen und die Orks spielen. Ein interessantes Setup, auf dass ich im letzten Teil der Kurzrezension noch eingehen werde.

Weitere Informationen »

Teilzeithelden » Pen&Paper: Rezension: DSA – Firuns Flüstern

27. Juli 2014
Firuns Flüstern DSA Teaser

Mit Firuns Flüstern geht die DSA-Splitterdämmerung in die dritte Runde – dieses Mal werden der Hexe Glorana eiskalt die Leviten gelesen. Hierbei wagt Autor Jens Ullrich den Versuch, neben den regulären Helden parallel noch eine waschechte, ungewaschene Orkgruppe ins Feld zu führen. Ob das Experiment gelingt, erfahrt ihr hier.

Neue Abenteuer » rpg: Building Setting – Traveller

27. Juli 2014

Üblicherweise ist das hier die Stelle an der wir euch vorstellen, wie man einem der Rollenspiele die wir im Regal stehen haben einen Charakter baut. Wo wir denen, die das vorgestellte Spiel nicht kennen zeigen worauf man achten sollte, und wo wir denen, die das Spiel kennen spielfertige NSCs an die Hand geben – aber […]

Die DORP bei RSP-Blogs: DORPCast – Episode 34: Die Richtigspieler

27. Juli 2014

Hallo zusammen!

Nachdem es in den vergangenen Wochen mehrfach anklang, wird es heute zum Kernthema: Michael und Thomas sprechen über ihre jeweiligen Spielstile. Michael, der Leistungsorientierte und Thomas, der Stimmungstyp, haben doch sehr unterschiedliche Herangehensweisen an das (scheinbar?) gleiche Hobby – und in dieser etwas überlagen Folge genug Zeit, ihre Standpunkte darzulegen.

{mp3}DORPCast_Episode_34-Die_Richtigspieler{/mp3}

Was macht den Spaß beim Rollenspiel aus? Sind es die Regeln und darauf beruhende Erfolge? Ist es das Charakterspiel, die Immersion in eine fremde Rolle? Liegt die Wahrheit dazwischen oder haben gar beide auf ihre Weise Recht?
Finden wir es heraus ;)

Wie immer gibt es alle wichtigen, weiteren Hinweise jenseits des Links.

Viele Grüße,
eure DORP

 Episode 34: Die Richtigspieler

0:00:29  Intro
0:01:09  Die Medienschau
0:22:34  Ein Schwank aus Michaels Leben
0:24:07  Die Medienschau (cont.)
0:26:12  Der Scorp auf Youtube
0:26:36  Feencon 2014, D&D-Starter und Splittermond in pink
0:30:50  Noch einmal der Aufruf: Dreamlands!

0:33:31  Thema! Einstieg: Thomas definiert leistungsorientiertes Rollenspiel
0:34:54  Michaels Definition ist anders
0:38:07  Abgrenzung zum Powergamer?
0:39:06  Michael definiert Stimmungsspiel
0:40:08  Thomas’ Definition ist anders
0:42:53  Das Spielziel beim Stimmungsspiel
0:44:45  Warum nicht gleich Laientheater?
0:46:37  Regelfreies Freeform?
0:46:56  Exkurs: Den Charakter beschreiben
0:49:38  Reize und Gründe
0:52:18  Die Tugend des anderen Stils: Thomas
0:54:03  Die Tugend des anderen Stils: Michael
0:55:32  Ja kannst du es denn nicht nachvollziehen?!
0:57:26  Die Spielstile und Analogien im Videospielbereich
0:59:33  Kann man auch alleine stimmungsspielen?
1:00:48  Ergebnisoffenheit und die Dynamik des Spiels
1:02:56  Verteilung der Schlaglichter
1:04:47  Haben wir ein Fazit?

1:07:50  Sermon 2.0
1:08:29  Die Dracon 7
1:08:45  Verabschiedung für dieses Mal

Aus der Medienschau

Corey, James S.A.: Star Wars – Empire and Rebellion – Honor Among Thieves
Duck Tales Remastered
Dungeons & Dragons Starter Set
Rayman Jungle Run
Skylanders Swap Force
TMNT
Turtles Forever

Der Scorp auf Youtube

Feencon – Das Video mit den Orkenspaltern zu Pathfinder
Let’s Play: Pathfinder Abenteuerkartenspiel

Und sonst?

Artikel quasi zum Thema, zeitgleich bei Tagschatten erschienen: Leistungsrollenspieler
Die Dracon-Spielrundenanmeldung findet ihr hier

Fallschaden.: Eyeball Planet – Ein Setting ohne Tageszeiten

26. Juli 2014
Eine Idee die mich seit einer Weile begeistert ist die eines spielbaren Settings auf einem Planeten mit sogenannter gebundener Rotation, d.h. der Planet dreht sich genau so schnell um seine eigene Achse wie er für eine Umkreisung seines Sternes braucht. Das Phänomen kennt jeder der schon mal in den nächtlichen Himmel geschaut hat – unser Mond macht nämlich genau das. Mit Hinblick auf ein Setting eröffnet eine solche Konstellation ein paar interessante Möglichkeiten.
Ausschlaggebend für meine Begeisterung waren zwei Funde im Netz: der Artikel Eyeball Earths von SciFi Ideas (“Eyeball Planet” ist ein momentan populärer englischer Begriff für Planeten mit gebundener Rotation aufgrund des anzunehmenden Aussehens vom Weltraum aus, siehe Bild) sowie der Spielbericht Murderhobos in the Land of the Immobile Sun aus The Gaming Den. Letzterer hat mit der Grundidee nur soviel gemein als dass es sich um eine Ebene – kein Planet – mit feststehender Sonne handelt, ist aber dennoch eine unterhaltsame Lektüre. Dazu kommen unsortierte Ideen an Anregungen aus Dark Sun und Meldungen über den Planeten Gliese 851 G, vielleicht erinnert sich ja noch jemand an den Medientrubel in 2010 dazu.
Ich will es mit angewandter wissenschaftlicher Richtigkeit nicht übertreiben, so spaßig pseudo-reale Konstruktionen auch sein können verliert man sich sehr schnell in Details die niemals jemand in einer aktuellen Spielrunde als solche wahrnehmen wird, geschweige denn als kreative Arbeit würdigen könnte. Die “Basics” sollten stimmen und entsprechend des zu verwendenden Regelsystems ausgearbeitet werden (z.B. die außerdimensionalen, planaren Ebenen in D&D-Welten, die z.T. für Spells notwendig sind). Die ansonsten sehr lesenswerte Artikelserie A Fantasy Sandbox in Details bei Bat in the Attic geht mir für mein persönliches Empfinden schon fast zu weit – zumindest für ein Fantasy Setting dass sich noch irgendwie in die Reihe bekannter Settings einfügt und nicht versucht alles auf den Kopf zu stellen.
Doch jetzt endlich zum Kern der Sache. Was genau würde es für ein Fantasy-Setting bedeuten, auf einer solchen Welt platziert zu werden? Ergeben sich völlig neue Möglichkeiten für Herausforderungen und Abenteuer, oder doch nur exotische Umstände?
Klima und Temperaturen
Leben, wie wir es kennen und für ein Fantasy-Setting brauchen, kann zum größten Teil nur entlang eines fruchtbaren Gürtels existieren, der zwischen der eiskalten, ewigen Nachtseite und der glühend heißen Tagseite liegt. Falls der Planet nicht, wie unsere eigene Erde, auf einer elliptischen Bahn liegt, gäbe es keine Jahreszeiten, allerdings einzigartige Wetterbedingungen – erhöhte Vulkanische Aktivität am Rand der Tagseite, weiße Wolken die stets von der Nacht- zur Tagseite wandern (Wasser) und kalte Stürme mit sich bringen können sowie schwarze Wolken die genau entgegengesetzt wandern (Vulkanasche). Interessant ist vor allem dass all diese Zustände für den gesamten fruchtbaren Gürtel gelten – kulturelle Unterschiede begründen sich in dieser Welt nicht durch klimatische Unterschiede (abgesehen von Bewohnern der Tag- oder Nachtseite).
Tag und Nacht
Anders als in den klassischen Settings à la Forgotten Realms, die genau wie unsere Welt einem Tag-Nacht-Zyklus unterliegen, gäbe es Tag und Nacht abhängig vom eigenen Standort. Die meisten Orte innerhalb des fruchtbaren Gürtels kennen nur das ewige Zwielicht einer ewig tiefstehenden Sonne (ähnlich der Wintersonnenwende in Skandinavien). Außer einer durch andere Himmelskörper hervorgerufenen Sonnenfinsternis dürften Kalender und Zeitmessung auf Mondphasen aufbauen. Sterne kann man nur auf der Nachtseite sehen, und dann wird es auch langsam dünn mit den real-physischen Möglichkeiten. Vielleicht gibt es Zyklen in der Tier- und Pflanzenwelt die für Zeitmessung herhalten können?
Navigation und Weltenreisen
Ohne wechselnde Tageszeiten dürfte es relativ sein, sich zu grob zu orientieren – niemand wird “aus Versehen” in das Ewige Eis abbiegen weil er sich mit dem Sonnenstand vertan hat. Andererseits wird das Auffinden von Punkten in unmittelbarer Nähe erschwert, weil einem die Gestirne nicht verraten wie lange man schon unterwegs ist. Hier wäre auf jeden Fall ein Ansatz für originelle Ideen.
Nah dran vs. weit weg
Da sowohl Wüsten als auch Eisfelder nicht auf dem fruchtbaren Gürtel liegen, fallen schonmal zwei wesentliche Barrieren weg die in unserer realen Welt jahrtausendelang Reisen erschwert haben. Auch die vorhandenen Meere sind nichts im Vergleich zu unseren Ozeanen, die Fahrt zwischen Tag- und Nachtufer dürfte nicht mehr als ein paar Tage dauern, verirren kann man sich eigentlich nur entlang eines Längengrades. Das heißt, solange Wetter und der jeweilige lokale Obermotz nichts dagegen haben, kann man innerhalb kurzer Zeit weite Strecken der bekannten Welt bereisen. Die Verlockungen des Fernwehs könnten Abenteurer dann wohl eher in die extremen Verhältnisse der Tag- oder Nachtseite führen als nur hinter den Horizont des fruchtbaren Gürtels selbst.
Dualismus
Natürlich drängt sich bei der ganzen Auflistung sofort Dualismus als ein tief zugrunde liegendes Motiv für ansässige Kulturen auf, und warum auch nicht? Wenn es eine ewige Wüste und ewiges Eis gibt, ewigen Tag und ewige Nacht, ist der für uns so selbstverständliche Bogen von Geburt, Leben und Tot recht fehl am Platz. Es gibt keine Morgenröte, die man romantisch mit Beginn neuen Lebens assoziieren kann, genauso wenig wie eine Abenddämmerung mit dem nahenden Ende des Lebens. Die Nacht und die in ihr hausenden Gespenster kommen nicht und gehen wieder, die sind zu jederzeit vorhanden – immer mit dem Rücken zur Sonne laufen, dann findet man sie schon. Die Frage ist, was wird mit Leben, was mit Tot assoziiert? Die Nachtseite spendet das lebensnotwendige Wasser, aber auch extreme Kälte. Die Tagseite spendet lebensnotwendige Wärme, aber auch extreme Hitze sowie die Gefahr von Vulkanen, Sandstürmen, etc. Hier wären natürlich Kulturen interessant, die ihre Umwelt in unterschiedliche Dualismen einteilen und sich daher reiben.
Sonstiges
Wenn man auf ein Dungeons & Dragons Setting abzielt, kann man natürlich mit vielen Details spielen. bzw. Konventionen auf den Kopf stellen. Vielleicht sind Elfen jetzt kalte, böse Bewohner der Nachtseite (und daher so bleich. Bleiche Tolkien-Elfen, brrr.), Drow dagegen sind gutartige Wesen und wohnen hauptsächlich in den Höhlen und Tunneln unterhalb der Tagseite und sind wegen der heftigen Sonnenstrahlung so stark pigmentiert? Blaue Drachen von der Tagseite bekämpfen weiße Drachen von der Nachtseite und stellen die dominanten Spezies dar? Gnome haben eine angeborene Wanderlust und es gibt die Legende der Weltenläufer, die einmal um die gesamte Welt gereist sind um am gleichen Punkt wieder anzukommen?
Zusammengefasst denke ich, dass man tatsächlich neue Möglichkeiten mit einer solchen Welt eröffnet und zu spielende Abenteuer durchaus Inhalte und Probleme behandeln können, die so in klassischen Welten nur schlecht oder nur unter speziellen Bedingungen funktionieren. Vor allem wenn man übernatürliche Phänomene, Magie, Götter, und dergleiche mehr mit einbezieht, was ich bisher eher weniger gemacht habe. Klassische Setups wie “böse Hexe verursacht ewigen Winter” oder “zuviel arkane Magie verödet die umliegende Natur” wären für Bewohner des fruchtbaren Gürtels absolut katastrophale Zustände und dürften sehr heftige Reaktionen hervorrufen weil es undenkbare, lebensfeindliche Extrem der Planetenseiten in die bewohnbare Welt holen würde.
Wenn mich die Motivation nicht verlässt, versuche ich einmal aus meinen Ideen und Notizen einen konkreten Entwurf zu erarbeiten. Klingt für mich momentan auf jeden Fall spannender als der 0815-Dungeoncrawl, der unvollendet in meiner Mappe liegt :)